Druckschrift 
Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
Entstehung
Seite
31
Einzelbild herunterladen

mnstt 1 W

flle dr, u Ailomneh IEile, N VHihenommet, siset * sieht erdt) sSohn Vult de M. Wunhegesich Meschen Wu de Welt Hllerhchse üfndich d r ein u heift . ln shhllt eti * d hit ö er Ni / s et sirhh/

Von der Geburt Christi. 31

ein Abgrund waͤr, und

Mel. Uun freut euch, meine Seel ein weiteg

lieben Christen gmein. Meer, daß ich dich moͤchte 38 Ich steh an deiner fassen!

Krippen hier, 6. Vergoͤnne mir, o JE⸗

0 Rehe, ur mein Leben; ich stehe, bring und schenke dir, was du mir hast ge⸗ geben. Rimm hin, es ist mein Geist und Sinn/ Herz, Seel und Muth, nimm alles hin, und laß dirs wohlgefallen.

2. Du hast mit deiner Lieb erfuͤllt mein Adern und Gebluͤte; dein schöͤner Glanz, dein suͤßes Bild liegt mir stets im Ge⸗ muͤthe. Und wie mag es auch anders sein? Wie koͤnnt ich dich mein Herze⸗ lein aus meinem Herzen lassen? ö

3. Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir geboren, und hast mi dir zu eigen gar, eh i dich kannt, erkoren; eh i durch deine Hand gemacht/ da hat dein Herze schon hedacht, wie du mein woll⸗ test werden.

4. Ich lag in tiefer To⸗ desnacht, du warest meine Sonne; die Sonne, die mir zugebracht, Licht, Le⸗ ben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werthe Licht des Glaubens in mir denne E wie schön sind

eine Strahlen!

5. Ich sehe dich mit sch

Freuden an, und kann mich nicht satt sehen; und weil ich nun nicht weiter kann, so thu ich, was ge⸗ schehen. O daß mein Sinn

Em za daß ich dein Muͤnd⸗ ein kuͤsse, das Muͤndlein das den suͤßen Wein, au Milch⸗ und Honigfluͤsse weit uͤbertrifft in seiner Kraft; es ist voll Labsal, Staͤrk und Saft, der Mark und Bein erauicket. 7. Wenn oft mein Herz im Leibe weint, und kei⸗ nen Trost kann finden, da ruft mirs zu: Ich bin dein Freund, ein Tilger deiner Suͤnden. Was trau⸗ erst du, mein Fleisch und Bein? du sollst ja guter Dinge sein, ich zahle deine Schulden. ö

8. Wer ist der Meister, der allhier nach Wuͤrdig⸗ keit ausstreichet die Haͤnd⸗ lein, so dies Kindlein mir anlachende zureichet? Der Schnee ist hell, die Mil ist weiß, verlieren do beid ihren Preis, wenn diese Haͤndlein blicken.

9. Wo nehm ich Weis⸗ heit und Verstand, mit Lobe zu erhͤhen die Aeu lein, die so unverwandt nach inir gerichtet stehen? Der volle Mond ist schön und klar, schoͤn ist der uͤldnen Sterne Schaar: ies' Aeuglein Lnd Lel

ner. 10. O daß doch so ein lieber Stern soll in der Krippen liegen! Fuͤr dle Kinder großer Herrn ge⸗ höͤren guͤldne Wiegen. 965

ed