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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
Entstehung
Seite
32
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32 Von der Ge

burt Christi.

Heu und Stroh ist viel zu schlecht, Sammt, Seid

und Purpur waͤren recht,

dies Kindlein drauf zu legen. 11. Nehmt weg das

Stroh/ Wil mie das Heu, ich will mir Blumen holen, daß meines Hei⸗ lands;H. sei auf Rosen und Violen; mit Tulpen, Nelken, Rosmarin aus schönen Gaͤrten will ich ihn von oben her bestreuen.

12. Zur Seiten will ich hier und dar viel weiße Liljen stecken, die sollen seiner Aeuglein Paar im Schlafe sanft bedecken. Doch liebt vielleicht das duͤrre Gras dies Kindlein mehr, als alles das, was ich hier nenn und denke.

13. Du fragest nicht nach Lust der Welt, noch nach des Leibes Freuden; du hast dich bei uns eingestellt, an unsrer Statt zu leiden; suchst meiner Seelen Trost und Freud durch allerhand Beschwerlichkeit, das will ich dir nicht wehren.

14. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Hei⸗ land, nicht versagen: daß ich dich moͤge fuͤr und fuͤr in, bei und an mir tragen. So laß mich doch dein Kripplein sein, komm, komm, und lege bei mir ein dich und all deine Freuden.

15. Zwar sollt ich den⸗ ken, wie gering ich dich bewirthen werde: du bist der Schoͤpfer aller Ding,

Erde; doch bist du so ein lieber Gast, daß du noch nie verschmaͤhet hast den, der dich gerne siehet.

P. Gerharbd.

In eigener Melodie. 20 Esu, rufe mich 39. J von der Welt, daß ich zu dir eile, nicht verweile; IEsu, rufe mich.

2. Nicht Jerusalem, son⸗ dern Bethlehem hat be⸗ scheret, was uns naͤhret, nicht Jerusalem.

3. Werthes Bethlehem, du bist angenehm, aus dir kommet, was uns from met, werthes Bethlehem.

4. Du bist, wie man spricht, nun die Kleinste nicht; allen Leuten, auch den Heiden, bringst du Heil und Licht.

5. Zeige mir den Stern, der mich aus der Fern von den Heiden lehr abschei⸗ den, zeige mir den Stern. 6. So werd, JEsu, ich bald, bald finden dich; An⸗ dachtskerzen, Reu im Her⸗ zen glaͤubig bringe ich.

7. Ach verschmaͤh mich nicht! Gieb doch, daß dein

schmaͤh mich nicht!

8. Schoͤnstes Wunder⸗ kind, hilf, daß ich ent⸗ zuͤndt in dir brenne, dich stets nenne, schoͤnstes Wunderkind!

9. Suͤßer Liebesblick goͤnne mir das Gluͤck hier und droben dich zu

ich bin nur Staub und

loben, suͤßer Liebesblic

Drese.

Me

Licht nun und immer in mir schimmer; ach ver⸗

MV

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