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Hannoversches Kirchen-Gesangbuch : nebst einem Anhange, Gebetbuche und den Episteln ;
(Zum Besten des Calenberg-Grubenhagenschen Waisen-Instituts)
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Eun si II

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unsers HErrn und Heilandes JEsu Christi.

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Die Juden aber, dieweil es der ruͤst⸗ tag war, daß nicht die leichname am kreuze blieben den sabbath uͤber,(denn desselbigen sabbathstag war groß) baten sie Pilatum, daß ihre beine gebrochen und sie abgenommen wuͤrden. Da kamen die krieges⸗Enechte, und brachen dem ersten die beine und dem andern, der mit ihm gekreuziget war. Als sie aber zu SEsu kamen, da sie sahen, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die beine nicht; sondern der krieges⸗knechte einer oͤffnete seine seite mit einem speer, un alsbald gieng blut und wasser heraus. Und der das gesehen hat/

der hat es bezeuget, und sein zeug⸗[

niß ist wahr, und derselbige weiß, daß er die wahrheit saget/ auf da auch ihr glaͤubet: denn solches i geschehen, daß die schrift erfuͤllet wuͤrde: Ihr sollt ihm kein bein zer⸗ brechen. Undabermahl spricht eine andere schrift: Sie werden sehen/

in welchen sie gestochen haben.

5. Abtheilung.

Die Begraͤbniß JEsu. Das⸗t am abend, weil es der ruͤst⸗tag war/ welcher ist der vor⸗sabbath, kam ein reicher mann von Arimathia, der stadt der Juden, mit namen Joseph/der war ein rathsherr, ein guͤter from⸗ mer mann, welcher auch auf das reich GOttes wartete; der hatte nicht gewilliget in ihren rath und handel; denn er war ein jun⸗ er IEsu, doch heimlich, aus furcht vor den Juden. Der waͤgte es, und gieng zu Pilato, und bat, daß er moͤgte abnehmen den leichnam JEsu. Pilatus aber ver⸗ wunderte sich, daß er schon todt war/ und rief den hauptmann,/ und fragte ihn: ob er laͤngst gestorhen waͤre? Und als er es erkundet

man sollte Joseph den leichnam IEsu geben.

Und Joseph kaufte ein lein⸗ wand. Es kam aber auch Nicode⸗ mus, der vormahls bey der nacht zu JEsu kommen war, und brachte myrrhen und aloen unter einan⸗ der, bey hundert pfunden. Da nahmen sie den leichnam JEsu, und wickelten ihn in ein rein lein⸗ wand, und bunden ihn in leinene tuͤcher mit speeereyen, wie die Ju⸗ den pflgeten zu begraben. Es war aber an derstaͤtte,da er gekreuziget ward, ein garte, und in dem gar⸗

dten ein neu grab, das war Josephs

welches erhatte lassen in einen fel⸗ sen hauen, in welches niemand je geleget war. Daselbst hin legten sie Jesum um des ruͤst⸗tages wil⸗

6len der Juden, dieweil der sabbath stlanbrach, und das grab nahe war/

und waͤlzeten einen grossen stein vor die thuͤr des grabes, und gien⸗ gen davon. Es waren aber allda Maria Maͤgdalena, und Maria Joses, und die weiber, die mit Esu kommen waren aus Gali⸗ saa, die folgeten nach, satzten sich gegen das grab, und beschaueten,/ wohin und wie sein leib geleget ward. Sie kehreten aber um, und bereiteten speeerey und salben und den sabbath uͤber waren sie stille nach dem gesetz.

Des andern tages, der da fol⸗ gete nach dem ruͤst⸗tage, kamen die hohenpriester und pharisaer saͤmmtlich zu Pilato, und sprachen: Herr, wir haben gedacht, daß dieser verfuͤhrer sprach, da er noch lebte: Ich will nach dreyen tagen auferstehen. Darum befiehl, daß man das grab verwahre bis an den dritten tag, auf daß nicht sei⸗ ne juͤnger kommen und stehlen ihn, und sagen zu dem volke; er ist auferstaͤnden von den todten, Und werde der letzte betrug arger

von dem hauptmann; befahl er,

denn der erste. Pilatus sprach iu G 4 ihnen: