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Hannoversches Kirchen-Gesangbuch : nebst einem Anhange, Gebetbuche und den Episteln ;
(Zum Besten des Calenberg-Grubenhagenschen Waisen-Instituts)
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Anhang.

Lob: und Danklieder.

Ime, Gott, Will ich dein lob er⸗

heben. Du riefst mich aus dem nichts. Du gabst mir dieses le⸗ % ben. Du schenktest mir vernunft, Die dich erkennen kann, Und bo⸗ test ewig heil Durch deinen sohn mir an.

2. Was bin ich, milder Gott,

Daß du so viel mir schenkest? Was

ist der erdensohn, Herr, daß du

sein gedenkest? Und doch gedach⸗

test du Schon vor der welt an mich; Denkst meiner auch noch stets. Nur ich vergeß' oft dich. 3. Und dennoch nimmst du mich, Wenn ich die schuld bereue, Voll gnade wieder an, Und segnest mich aufs neue. Bis an des grabes nacht Sey dir mein dank ge⸗ weiht, Und einst vor deinem thron, Gott der barmherzigkeit.

Mel. Allein gott in der hoͤh ꝛe. ie viele freuden 102 I. dank ich dir, Die du mir, Herr, verliehen! Und wie viel suͤnden hast du mir Aus gnaden nicht verziehen! O Gott voll langmuth und geduld! Noch taͤglich haͤuf ich meine schuld; Und deine liebe waͤhret. 2. Bedenk ich, Schoͤpfer, deine macht; Blick' ich in jene ferne, Und uͤberseh des himmels pracht, Und sonne, mond und sterne; So bet' ich dich voll ehrfurcht an. Was

ist der mensch, ruf' ich alsdann

Daß du dich sein erbarmest?

3. Dein auge schaut auf ihn herab; So geht er nicht verloren. Nicht fuͤr die welt, nicht fuͤr das grab Ist er allein geboren. Die welt vergeht mit ihrer lust. Der du den willen gottes thust, Dein gluͤck soll ewig dauern.

4. Wenn ich erwache, denk ich dein, Und wenn ich schlafen ge⸗ he; Denn du, mein Vater, kannst verleihn, Um was ich kindlich flehe. Drum seufz' ich immerfort zu dir: Herr, was mir nützet, schenke mir Um dein er guͤte willen!

Mel. Vom 2 kam der ꝛc.

ich/Herr und Va⸗ I 022. D ter aller welt, Preist mein gesang, und dir mis⸗ faͤllt Der menschen stammelnd loblied nicht, Mein Gott und meine zuversicht!

2. Von mutterleib' an warst du es. Wie freut sich meine seele deß, Daß du auch mir ein vater bist, Der seines kindes nie vergißt.

3. Fruͤh ward ich in der taufe schon Geweihet dir und deinem sohn; Fruͤh lehrte mich dein un⸗ terricht Mein heil und meine ganze pflicht.

4. Du sorgtest taͤglich fuͤr mein wohl; Trugst meine fehler lang⸗ muthsvoll; Und, stürmte truͤbsal auf mich zu: Wer half sie uͤber⸗ stehn, als du?

5. Herr, dessen augen stets mich saͤhn, Du ließst auf meiner pilgerbahn Fuͤr mich so viele freuden bluͤhn, Durch wohlthun mich zu dir zu ziehn.

6. Du bist und warest immer⸗ Mein schutz, mein retter

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