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landes JEsu Christi. 101
zwungen sie, und legten das kreut auf ihn, daß ers IEsu nachtruͤge.
Es folgete ihm aber nach ein grosser haufe volks und weiber, die klagten und beweineten ihn. JEsus aber wandte sich um zu ihnen, und sprach: Ihr toͤchter von Jerusalem, weinet nicht uͤber mich/ sondern weinet uͤber euch selbst, und über eurz kinder; Denn siehe, es wird die zeit kom⸗ men/ in welcher man sagen wird: Selig sind die unfruchtbaren, und die leiber, die nicht gebohren ha⸗ ben, und die bruͤste, die nicht ge⸗ saͤuget haben: Denn werden sie anfahen, ziu sagen zu den ber⸗ gen: Fallet uͤber uns, und iu den huͤgeln: Decket uns: Denn so man das thut am gruͤnen holz/ was will am duͤrren werden?
Es wurden aber auch hinge⸗ fuͤhret zween andere uͤbelthaͤter, daß sie mit ihm abgethan wuͤr⸗ den. Und sie brachten ihn an die staͤtte, die da heißt auf ebraͤisch Golgatha, das ist verdeutschet, Schedelstaͤdt, und sie gaben ihm myrrhen in wein zu trinken; und da ers schmeckte, wollte ers nicht trinken.
Und sie kreuzigten ihn daselbst/ und die zween uͤbelthaͤter mit ihm, einen lur rechten, und einen zur linken, XEsum aber mitten inne. Da ward die schrift erfullet, die da saget: Er ist unter die uͤbeltha⸗ ter gerechnet. JEsus aber sprach: Vater, vergieb ihnen: Denn sie wissen nicht, was sie thun.
Pilatus aber schried eine uͤber⸗ schrift, und setzte sie auf das kreuz, oben zu seinem haupt, als die ur⸗ sache seines todes: Es war aber geschrieben: JEsus von Naꝛareth/ der Juden Koͤnig. Diese uͤber⸗ schrift lasen viele Juden: Denn die staͤtte war nahe bey der stadt, da SEsus gekreuziget ist. Und es war geschrieben auf ebraͤische,
griechische und lateinische sprache.
Da sprachen die hohenpriester der Juden zu Pilato: Schreib nicht der Juden Koͤnig, sondern daß er gesagt habe: Ich bin der Ju⸗ den Koͤnig. Pilatus antworte⸗ te: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben.
Und die kriegsknechte, da sie IEsum gekreuziget hatten, nah⸗ men seine kleider, und machten vier theile, einem seglichen kriegs⸗ knechte ein theil, dariu auch den rock. Der rock aber war unge⸗ nehet, von oden an gewirket, durch und durch. Da sprachen sie unter einander: Laßt uns den nicht zertheilen, sondern drum losen, weß er seyn soll. Auf daß erfullet wuͤrde die schrift, die da saget: Sie haben meine kleider unter sich getheilet, und haben uͤber meinen rock das loos geworfen; solches thaten die kriegsknechte. Und sie sassen allda, und hüteten sein. Es war aber um die dritte stunde, da sie ihn kreuzigten.
Und das volk stund, und sahe zu. Die aber voruͤber giengen, laͤ⸗ sterten ihn, und schuͤttelten ihre koͤpfe, und sprachen: Pfui dich/ wie fein jerbrichst du den tem⸗ pel, und bauest ihn in dreyen tagen, hilf dir selber. Bist du GOttes sohn, so steige herab vom kreuz. Desgleichen auch die hohenpriester verspotteten ihn un⸗ ter einander, mit den schriftge⸗ lehrten und aͤltesten, ammt dem volke, un sprachen: Er hat an⸗ dern geholfen, und kann ihm sel⸗ ber nicht helfen. Ist er Christ/ der koͤnig von Israel, der aus⸗ erwaͤhlte GOttes, so heife er ihm selber, und steige nun vom kreuz, auf daß wirs sehen, und glaͤuben ihm. Er hat GOtt ver⸗ trauet, der erloͤse ihn nun, luͤ⸗
stet es ihn: Denn er hat gesagt: Ich bin GOttes sohn. Es ver⸗ G 3
spot⸗


