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Hannoversches Kirchen-Gesangbuch : nebst einem Anhange, Gebetbuche und den Episteln ;
(Zum Besten des Calenberg-Grubenhagenschen Waisen-Instituts)
Entstehung
Seite
94
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Die Geschichte

des Leidens, Sterbens und der

Auferstehung

unsers HErrn und Heilandes IEsu Christi,

aus den vier Evangelisten zusammen gezogen.

1. Abthrilung. Dasbeiden JEsu am Oelberge. LeNaJesus und seine juͤnger,

(nach dem genuß des oster⸗ ö lamms und der einsetzung des heiligen abendmahls,/)den lob⸗ gesang gesprochen hatten, gieng er hinaus, nach seiner gewohn⸗ heit, uᷣber den bach Kidron, an den oͤlberg. Es folgeten ihm aber sei⸗ ne juͤnger nach. Da sprach JEsus zu ihnen: In dieser nacht wer⸗ det ihr euch alle aͤrgern an mir/ denn es stehet geschrieben: Ich werde den hirten schlagen, und die schaafe der heerde werden sich zer⸗ streuen. Wenn ich aber auferstehe, will ich vor euch hingehen in Ga⸗ lilaͤam. Petrus aber antwortete, und sprach zu ihm: Wenn sie auch alle sich an dir aͤrgerten, so will ich mich doch nimmermehr aͤr⸗ gern. JEsus sprach iu ihm: War⸗ lich, ich sage dir, heute in dieser

nacht, ehe denn der hahn zweymahl f

kraͤhet, wirst du mich dreymahl verleugnen. Er aber redete noch weiter: Ja, wenn ich auch mit dir sterben müßte, so wollte ich dich nicht verleugnen. Desselbigen gleichen sagten auch alle juͤnger.

Da kam JEsus mit ihnen zu einem hofe, der hieß Gethsemane, da war ein garten, darein gieng JEsus und seine juͤnger. Judas aber, der ihn verrieth, wußte den

ort auch: Denn JEsus versamm⸗ lete sich oft dafelbst mit seiney jungern. Da sprach IEsus zu ihnen: Setzet euch hie) bis daß ich dort hingehe und bete. Und er nahm zu sich Petrum, und Jaco⸗ bum, und Johannem, die sween soͤhne Zebedaͤl, und sieng an zu trauren, zu zittern und zu zagen, und sprach zu ihnen: Meine seele⸗ ist betruͤbt bis in den tod, bleibet hie, wachet mit mir, und betet,

guf daß ihr nicht in anfechtung

fallet. Und er riß sich von ihnen bey einem steinwurf, und kniete nieder, fiel auf sein angesicht auf die erde, und betete, daß, so es moͤglich waͤre, die stunde voruͤber gienge, und sprach: Abba, mein vater es ist dir alles moͤglich, uͤberhebe mich dieses kelchs, doch nicht, was ich will, sondern was du willt. Und er kam zu seinen juͤn⸗ gern, und fand sie schlafend, und prach zu Petro: Simon, schlaͤ⸗ fest du? vermoͤchtest du nicht eine stunde mit mir zu wachen? Wa⸗ chet und betet, daß ihr nicht in an⸗ fechtung fallet. Der geist ist wil⸗ lig, aber das fleisch ist schwach. Zum andern mahl gieng er hin, betete und sprach: Mein vater! ist es nicht moͤglich, daß dieser kelch von mir gehe? ich trinke ihn denn; so geschehe dein wille. Und er kam, und fand sie

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