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nebst den Festlichen Vorlesungen.
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nem gewicht und die huͤgel mit ei⸗ ner waage! Wer unterrichtet den geist des HErrn, und welcher rath⸗ geber unterweiset ihn? Wen fra⸗ gel er um raht, der ihm verstand gebe und lehre ihn den weg des rechts: und lehre ihn die erkennt⸗ niß, und unterweise ihn den weg des verstandes? Siehe, die heiden sind geachtet wie ein tropfen, so im eimer bleibet: und wie ein scherf⸗ lein, so in der waage bleibet. Sie⸗ he, die inseln sind wie ein staͤublein. Der Libanon waͤre zu geringe zum feuer, und seine thiere zu geringe zum brand⸗opfer. Alle heiden sind vor ihm nichts, und wie ein nich⸗ tiges und eiteles geachtet. Wem wollt ihr denn GOtt nachbilden? oder was fuͤr ein gleichniß wollt ihr ihm zurichten? Der meister geußt wol ein bild, und der gold⸗ schmidt uͤberguͤldet es, und machet silberne ketten daran. Desgleichen wer eine arme habe vermag, der waͤhlet ein holz, das nicht faulet: und suchet einen klugen meister dazu, der ein bild fertige, das be⸗ staͤndig sey. Wisset ihr nicht? hoͤ⸗ ret ihr nicht? ist es euch nicht vor⸗ mahls verkuͤndiget? habt ihr es nicht verstanden von anbeginn der erden? Er sitzet uͤber dem kreis der erden; und die darauf wohnen, sind wie heuschrecken: der den him⸗ mel ausdehnt wie ein duͤnnes fellz und breitet sie aus wie eine huͤtte, da man inne wohnet. Der die fuͤr⸗ sten zu nichte machet, und die rich⸗ ter auf erden eitel machet: als
haͤtte ihr stamm weder pflanzen,H
noch saamen, noch wurzel in der erden; daß sie, wo ein wind unter sie wehet, verdorren, und sie ein wind⸗wirbel wie stoppeln wegfuͤh⸗ ret. Wem wollt ihr denn mich nachbilden, dem ich gleich sey: spricht der heilige? Hebet eure augen in die hoͤhe, und sehet: wer
hat solche dinge geschaffen, und uͤhret ihr heer bey der zahl her⸗ aus? Der sie alle mit namen ru⸗ fet: vermögen und starke kraft ist so groß, daß nicht an einem feh⸗ len kann. Warum sprichst du denn, Jacob; und du, Israel, sagest: Mein weg ist dem HErrn verbor⸗ gen, und mein recht gehet vor mei⸗ nemGott uͤber? Weissest du nicht? hast du nicht gehoͤret? Der HErr, der ewige GOtt, der die enden der erde geschaffen hat, wird nicht muͤde noch matt: sein verstand ist unausforschlich. Er giebt dem muͤden kraft, und staͤrke genug dem unvermoͤgenden. Die knaben werden muͤde und matt, und die juͤnglinge fallen. Aber die auf den HErrn harren kriegen neue kraft: daß sie auffahren mit fluͤgeln wie adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht muͤde werden.
Am Seste der Heimsuchung mMaria. Epistel,
Jes. Cap. 11, v. 1. bis c.
s wird eine ruhte aufgehen von dem stamme Isai, und ein zweig aus seiner wurzel wird frucht hringen; auf welchem wird ruhen der geist des HErrn, der geist der weisheit und des verstan⸗ des, der geist des rahts und der staͤrke, der geist der erkenntniß und der furcht des HErrn, und sein riechen wird seyn in der furcht des Errn. Er wird nicht richten, nachdem seine augen sehen, noch strafen, nachdem seine ohren hoͤ⸗ ren; sondern wird mit gerechtig⸗ keit richten die armen, und mit ge⸗ richte strafen die elenden im lande; und wird mit dem stabe seines mundes die erde schlagen, und mit dem oden seiner lippen den gottlo⸗ F 5 sen


