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Hannoversches Kirchen-Gesangbuch : nebst einem Anhange, Gebetbuche und den Episteln ;
(Zum Besten des Calenberg-Grubenhagenschen Waisen-Instituts)
Entstehung
Seite
90
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9⁰ Episteln und Evangelien,

sen toͤdten. Gerechtigkeit wird die gurt seiner lenden seyn, und der glaube die gurt seiner nieren.

Evangelium,

Lue. Cap. 1, v. 39. bis g6.

Morin stund auf in den tagen,

und gieng auf das gebir ge eilend zu der stadt Juda, und kam in das haus Zachariaͤ, und gruͤssete Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den gruß Ma⸗ rià hoͤrete, huͤpfete das kind in ihrem leibe. Und Elisabeth ward des heiligen Geistes voll und rief laut, und sprach: Gebenedeyet bist du unter den weibern, und gebenedeyet ist die frucht deines leibes. Und woher kömmt mir das, daß die mutter meines HErrn zu mir koͤmmt? Siehe, da ich die stim⸗ me deines grusses hoͤrete, huͤpfete mit freuden das kind in meinem leibe. Und o selig bist du, die du geglaubet haß! denn es wird vol⸗ lendet werden, was dir gesaget ist von dem HErrn. Und Maria sprach: Meine seele erhebet den HErrn, und mein geist freuet sich Gottes meines heilandes; denn er hat seine elende magd angese⸗ hen: Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle kindes⸗kin⸗ der. Denn er hat grosse dinge an mir gethan, der da maͤchtig ist/ und deß name heilig ist: und seine barmherzigkeit waͤhret immer fuͤr und fuͤr bey denen, die ihn fuͤrch⸗ ten. Er übet gewalt mit seinem arm, und zerstreuet die hoffaͤrtig sind in ihres herzens sinn. Er stoͤs⸗ set die gewaltigen vom stuhle, und erhebet die niedrigen. Die hun⸗ gerigen fuͤllet er mit guͤtern, und laͤsset die reichen leer. Er denket der darmherzigkeit, und hilst sei⸗ nem diener Israel auf. Wie er geredet hat unsern vaͤtern, Abra⸗ ham und seinem saamen ewiglich. Und Maria blieb bey ihr bey drey

monate, darnach kehrete sie wie⸗ derum heim.

Vorlesungen, Vormittags, Ps. 144. Ich will dich erhoͤhen, mein . GOtt, du koͤnig, und deinen namen loben immer und ewiglich. Ich will dich taͤglich loben, und deinen namen ruͤhmen immer und ewiglich. Der HErr ist groß, und sehr loͤblich/ und seine groͤsse ist un⸗ aussprechlich. Kindes⸗kinder wer⸗ den deine werke preisen, und von deiner gewalt sagen, Ich will re⸗ den von deiner herrlichen schoͤnen pracht, und von deinen wundern. Daß man solle reden von deinen herrlichen thaten, und daß man erzaͤhle deine herrlichkeit. Daß man preise deine grosse guͤte, und deine gerechtigkeit ruͤhme. Gnaͤ⸗ dig und barmherzig ist der HErr, geduldig und von grosser gůte. Der Err ist allen guͤtig, und erbarmet ich aller seiner werke. Es sollen dir danken, HErr, alle deine werke, und deine heiligen dich loben. Und die ehre deines koͤnigreichs ruͤh⸗ men, und von deiner gewalt reden. Daß den menschenkindern deine gewalt kund werde, und die ver⸗ ehrliche pracht deines koͤnigreichs. Dein reich ist ein ewiges reich, und deine herrschaft waͤhret fuͤr und fuͤr. Der HErr erhaͤlt alle, die da fallen, und richtet auf alle, die niedergeschlagen sind. Aller augen warten auf dich, und du giebest ih⸗ nen ihre speise zu seiner zeit. Du thust deine haud auf, und erfuͤllest alles, was lebet, mit wolgefallen. Der HeErr ist gerecht in allen sei⸗ nen wegen, und heilig in allen sei⸗ nen werken. Der HErr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit ernst anrufen. Er thut, was die gottesfuͤrchtigen begehren, und hoͤret ihr schreyen, nchnen.

ihnen.

4 ihnen. O ihnicht gottlosen Herml lobe stine und ewih

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