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Hannoversches Kirchen-Gesangbuch : nebst einem Anhange, Gebetbuche und den Episteln ;
(Zum Besten des Calenberg-Grubenhagenschen Waisen-Instituts)
Entstehung
Seite
88
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88 Episteln und Evangelien,

predigers in der wuͤste: Bereitet den weg des HErrn, und machet seine steige richtig. Alle thale sol⸗ len voll werden, und gllehe und huͤgel sollen erniedriget werden, und was krum̃ ist, soll richtig wer den, und was uneben ist, soll schlechter weg werden. Und alles fleisch wird den heiland GOttes sehen. Da sprach er zu dem volke, das hinaus gieng, daß es sich von ihm taufen liesse: Ihr otternge zuͤchte! wer hat denn euch gewei set, daß ihr dem zukuͤnftigen zorn entrinnen werdet? Sehet zu, thut rechtschaffene fruͤchte der busse, und nehmet euch nicht vor, zu sa⸗ gen: Wir haben Abraham zum vater: denn ich sage euch, GoOtt kann demAbraham aus diesen stei⸗ nen kinder erwecken. Es ist schon die axt den baͤumen an die wurzel gelegt. Welcher baum nicht gute fruͤchte bringet, wird abgehauen und in das feuer geworfen. Und das volk fragte ihn, und sprach: Was sollen wir denn thun? Er antwortete, und sprach zu ihnen: Wer ʒween roͤcke hat, der gebe dem, der keinen hat, und wer speise hat, der thue auch also. Es kamen auch die zoͤllner, daß sie sich taufen lies⸗ sen, und sprachen zu ihm: Meister! was sollen denn wir thun? Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, denn gesetzt ist. Da fragten ihn auch die kriegs⸗leute, und spra⸗ chen: Was sollen denn wir thun? Und er sprach zu ihnen: Thut nie- mand gewaͤlt noch unrecht, und lasset euch begnuͤgen an eurem sol⸗ de. Als aber das volk im wahn war, und dachten alle in ihrem her⸗ zen von Johanne, ob er vielleicht Christus waͤre, antwortete Johan⸗ nes/ und sprach zu allen: Ich tau⸗ fe euch mit wasser; es kommt aber ein staͤrkerer nach mir, dem ich nicht gnugsam bin, daß ich die rie⸗

men seiner schuh aufloͤse, der wird euch mit dem heiligen geiste und mit feuer taufen. In desselben hand ist die wurf⸗schaufel, und er wird seine tenne fegen, und wird den weitzen in seine scheure samm⸗ len, und die spreu wird er mit ewi⸗ gem feuer verbrennen. Und viel anders mehr vermaͤhnete und ver⸗ kündigte er dem volke. Herodes aber, der vierfuͤrst, da er von ihm gestrafet ward, um Herodias wil len, seines bruders weib, und um alles uͤbels willen, das Herodes thaͤt; über das alles legte er Jo⸗ hannem gefangen. Und es begab sich, da sich alles volk taufen ließ, und JEsus auch getauft war, und betete, daß sich der himmel auf⸗ thaͤt, und der heilige geist fuhr her⸗ nieder in leiblicher gestaͤlt auf ihn, wie eine taube, und eine stimme kam aus dem himmel, die sprach: Du bist mein lieber sohn, an dem ich wohlgefallen habe. **

Nachm. Jes. Cap. 40. Also nebst der vorstehenden Fest⸗Epistel v. I. bis 8. auch das folgende v. 9. bis 31.

Zem du predigerinn, steige auf

einen hohen berg! Jerusalem, du predigerinn, hebe deine stimme auf mit macht; hebe auf, und fuͤrchte dich nicht: sage den staͤdten

Juda: Siehe, da ist euer GOtt.

Denn siehe, der HErr HErr kom̃t

gewaltiglich: und sein arm wird

herrschen. Siehe, sein lohn ist bey ihm: und seine vergeltung ist vor ihm. Er wird seine heerde weiden, wie ein hirte: er wird die laͤmmer in seine arme sammlen und in sei⸗ nem busen tragen, und die schaf⸗ muͤtter fuͤhren. Wer misset die wasser mit der faust, und fasset den himmel mit der spannen, und be⸗ greifet die erde mit einem drey⸗ ling, und wieget die berge

nemn gel ner waa geist des geher u get et l geht in rechts: niß/ m des s sind gen eimsthl leis sol hesie in DirLib feuet, zum hea vok ihn tiges un wollt i) odet m ihl ihm gesst t schnidtt silhene wer en waͤhlet und shr 11 6 stadigf reßshti mahlst nicht de erhen! erden; sind wit mah aue