Episteln und Evangelien, nebst den Festlichen Vorlesungen. 8s sein vater und mutter wunderten seinem sohne, JEsu Christo. Und
sich deß, das von ihm geredet ward. Und Simeon segnete sie, und sprach zu Maria seiner mutter: Siehe, dieser wird gesetzet zu einem fall und auferstehen vieler in Israel, und zu einem zeichen, dem wider⸗
sprochen wird,(und es wird ein ss
schwert durch deine seele dringen,) auf daß vieler herzen gedanken of— fenbar werden. Und es war eine prophetin Hanna, eine tochter Phanuel, vom geschlechte Aser, die war wol betaget, und hatte gelebet sieben jahre mit ihrem manne, nach ihrer jungfrauschaft. Und war nun eine witwe bey vierund achtzig jah⸗ ren, die kam nimmer vom tempel, dienete GOtt mit ieieb und beten tag und nacht. Dieselbe trat auch hinzu zu derselbigen stunde, und preisete den HErrn, und redete von ihm zu allen, die auf die erloͤ⸗ sung zu Jernsalem warteten. Und da sie es alles vollendet hatten, nach dem gesetze des HErrn, keh⸗ reten sie wieder in Galilaͤam zu ihrer stadt Nazareth. Aber das kind wuchs, und ward stark im geiste, voller weisheit, und GOt⸗ tes gnade war bey ihm. Vorlesungen, Vorm. 1 Joh. Cap. 1, v. 1. bis 10. as da von anfang war, das wir gehoͤret haben, das wir ge⸗ sehen haben mit unsern augen, das wir beschauet haben, und unsere haͤnde betastet haben, vom wort des lebens;(und das leben ist erschie⸗ nen: und wir haben gesehen, und ö zeugen, und verkuͤndigen euch das leben, das ewig ist; welches war bey dem vater, und ist uns erschie⸗ nen. Was ir gesehen und gehoͤret haben, das verkündigen wir euch, auf daß auch ihr mit uns gemein⸗
schaft habt; und unsere gemein⸗ schaft sey mit dem vater und mit
solches schreiben wir euch, auf daß eure freude voͤllig sey. Und das ist die verkündigung, die wir von ihm gehoͤret haben, und euch verkuͤndi— gen: daß Gott ein licht ist, und in ihm ist keine finsterniß. So wir sagen, daß wir gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln im fin⸗ sterniß: so luͤgen wir, und thun nicht die wahrheit. So wir aber im licht wandeln, wie er im licht ist: so haben wir gemeinschaft un⸗ ter einander; und das blut JEsu Christi, seines sohnes, machet uns rein von aller suͤnde. So wir sa⸗ gen, wir haben keine sunde; so verfuͤhren wir uns selbst, und die wahrheit ist nicht in uns. So wir aber unsere suͤnde bekennen; so ist er treu und gerecht, daß er uns die suͤnde vergiebet, und reiniget uns bon aller untugend. So wir sa⸗ gen, wir haben nicht gesuͤndiget; so machen wir ihn zum luͤgner, und sein wort ist nicht in uns.
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Nachm. Col. Cap. 2, V. I. bis 23. Ich lasse euch wissen, welch einen — kampf ich habe um euch, und um die zu Laodicea, und alle, die meine per son im fleische nicht gese⸗ hen haben, auf daß ihre herzen er⸗ mahnet, und zusammen gefasset werden in der liebe, zu allem reich⸗ thum des gewissen verstandes, zu erkennen das geheimniß GOttes und des vaters, und Christi; in welchem verborgen liegen alle schaͤtze der weisheit und der er⸗ kenntniß. Ich sage aber davon, daß euch niemand betruͤge mit ver⸗ nuͤnftigen reden. Denn ob ich wol nach dem fleische nicht da bin, so bin ich aber im geiste bey euch, freue mich, und sehe eure ordnung⸗ und euren festen glauben an Chir⸗ um. Wie ihr nun angenommen
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