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Hannoversches Kirchen-Gesangbuch : nebst einem Anhange, Gebetbuche und den Episteln ;
(Zum Besten des Calenberg-Grubenhagenschen Waisen-Instituts)
Entstehung
Seite
4
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V.

4 Anhang.

zu segnen! O Gott der macht und herrlichkeit: Gott! deine güte reicht so weit, So weit die wolken reichen. 4. Dich predigt sonnenschein und sturm; Dichepreist der sand am meere. Bringt, ruft auch der geringste wurm; Bringt mei⸗ nem schoͤpfer ehre. Mich, ruft der baum in seiner pracht; Mich, ruft die saat, hat 520 gemacht! Bringt unserm pfer ehre! 5. Der mensch, ein leib, den deine hand So wunderbar berei⸗ tet; Der mensch, ein geist, den sein serstand, Dich zu erkennen, leitet; Der mensch, der schoͤpfung ruhm und preis, Ist sich ein taͤg⸗ licher beweis Von deiner guͤt' und groͤße. ö 6. Erheb' ihn ewig, o mein geist! Erhebe seinen namen! Gott, unser vater, sey gepreist! Und alle welt sag': amen! Und alle welt fuͤrchtꝰ ihren herrn, Und hoff' auf ihn und dien' ihm gern! Wer wollte gott nicht dienen?

Mel.Herr Webidd Höcht ꝛe. ie bistdu, Hoͤchster, 102⁷7.N von uns fern. Du wirkst an allen enden. Wo ich nur bin, Herr aller herrn, Bin ich in deinen haͤnden. Durch dich nur leb' und athme ich; Denn deine rechte schuͤtzet mich.

2. Was ich gedenke, Gott, weißt du. Du pruͤfest meine seele. Du siehst es, wenn ich gutes thu; Du siehst es, wenn ich fehle. Nichts, nichts kann deinem aug' entfliehn, Und nichts mich deiner hand ent⸗ ziehn.

3. Du merkst es, wenn des herzens rath Verkehrte wege waͤh⸗ let, Und, bleibt auch eine böͤse that Vor aller welt verhehlet; So weißt du sie, und strafest mich Zu meiner beßrung vaͤterlich.

4. Wenn ich in stiller einsam⸗

keit Mein herz an dich ergehe, Und, uͤber deine huld erfreut, Lobsingend dich erhebe: So siehst du es, und stehst mir bey, Daß ich dir immer treuer sey.

5. Du hoͤrest meinen seufzern zu, Daß huͤlfe mir erscheine. Voll mitleid, Vater, zaͤhlest du Die thraͤnen, die ich weine. Du siehst und waͤgest meinen schmerz/ Und staͤrkst mit deinem trost mein

herz.

6. Odruͤck', Allgegenwaͤrtiger, Dieß tief in meine seele, Daß, wo ich bin, nur dich, o Herr, Mein herz zur zuflucht waͤhle; Daß ich dein heilig auge scheu, Und from̃ zu leben eifrig sey.

7. Laß uͤberall gewissenhaft Nach deinem wort mich handeln Und staͤrke mich dann auch mit kraft, Vor dir getrost zu waͤndeln, Daß du, o Gott, stets um mich seyst; Dieß troͤst' und beßre mei⸗ nen geist.

In eigner Uohind

ie groß ist des all⸗ 102 8. W maͤcht'gen guͤte! Ist der ein mensch, den sie nicht rührt? Der mit verhaͤrtetem ge⸗ muͤthe Den dank erstickt, der ihm gebuͤhrt? Nein, seine liebe zn er⸗ messen, Sey ewig meine groͤßte pflicht. Der Herr hat mein noch nie vergessen. Vergiß mein her; auch seiner nicht!

2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit lang⸗ muth mich geleitet? Er, dessen rath ich oft verwaͤrf. Werstaͤrkt den frieden im gewissen? Wer giebt dem geiste neue kraft? Wer laͤßt mich so viel gluͤck genießen Ists nicht sein arm, der alles schafft!

3. Blick, o mein geist, in jenes leben, Zu welchem du erschaffen bist, Wo du, mit herrlichkeit um⸗ geben, Gott ewig sehn wirst wie

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