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Revolte der Heiligen : Roman / Ernst Sommer
Entstehung
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Fünftel übrigbleibt. Du wirst zugeben, daß selbst im unausdenk- par ärgsten Fall nicht alle verloren sein können. Wenn aber nicht alle verloren sind, dann müssen einige überleben. Ich sagte: Finige. Ich könnte ebensogut sagen: Einer!

Michael trat hastig auf Jan zu und packte dessen sich ihm ent- zichende Rechte.

Nimm an, daß es um nichts als um das Leben dieses einen geht. Wird dein Vorhaben ausgeführt, dann bleibt nicht einmal dieser eine Uberlebende zurück. Willst du auch ihm die Möglichkeit der Rettung nehmen? Willst du diesen einzigen nicht über- stehen lassen? Gib ihm seine Chance! Laß ihm die Aussicht, Sich zu retten. Wenn dieser eine glücklich übersteht, so wollen wir anderen gerne auf uns nehmen, was uns auferlegt ist. Michaels Stimme klang heiß und voll Eindringlichkeit. Aber Jans Enttäuschung darüber, daß seine Botschaft auf taube Ohren stieß, verlieh ihm das feine Gehör, das erforderlich war, um die Unecht- heit aus Michaels Beschwörung herauszuhören. Jan fühlte deut- lich, daß Michael nicht um den einen kämpfte, sondern um sich selber. Diese Erkenntnis und das Bewußtsein seines Elends lähm- ten ihn. Am liebsten hätte er sich vor Scham im dunkelsten Win- kel seiner Kammer versteckt.

Auf einmal überwältigte ihn das Bewußtsein, wie grotesk alles dies war: Michael als Anwalt der nächsten Generation! Michael, der die Verantwortung darstellte! Michaels Pflichtbewußtsein gegen seinen eigenen Leichtsinn! Er prach in ein Gelächter aus, das gespenstisch die Dunkelheit störte und zerriß. Keiner der An- wesenden lachte mit. Feindselig drehten sie ihre Köpfe in die Richtung, wo Jan stand. Sie lauschten mit angehaltenem Atem. Durch die Pausen in Jans Gelächter hörten sie die Zeit vorüber- rinnen. Sie rieselte durch den Raum, Sekunde um Sekunde. Laut- los bewegten sich die Uhrenzeiger. Das Leben verströmte. Nie- mand wußte, wann es abbrach. Der Bruchteil jeder Sekunde war unendlich kostbar. Waren die zwei nicht endlich fertig? Wozu stritten sie noch? Die Nacht war da, der beste Teil des Tages. Man wollte schlafen.

Jans Gelächter endete abrupt.

Verzeiht, wenn ich, so wenig mich nach Heiterkeit gelüstet,

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