„Es ist ja auch gleichgültig. Wenn du dir nicht zu helfen ver- standen hast, so kann dir niemand helfen.“
Eva nickte.„Ich war nicht imstande, mir zu helfen. Ich tat, was in meinen Kräften stand.“ Ruth senkte die Augen. Die Hitze drohte sie zu versengen.
„Bis auf eines—“, fügte Eva hinzu. Und sie erzählte die Ge- schichte ihrer bisherigen Leiden: wie sie ihrem armen Körper, diesem Behälter des Unglücks, die Frucht abzuringen bestrebt war, und wie alle Bemühungen versagt hatten. Diese Frucht saß in ihr fest, unnachgiebig und zäh. Eher konnte sich Eva die eigenen Knochen brechen als diesen Keim entwurzeln, der in ihr festgewachsen war.
Und Eva brach in Wehklagen aus. Was sie seit Wochen in sich verschlossen hatte, machte sich plötzlich Luft. Ihr Geschrei hatte die Urgewalt einer alttestamentarischen Verwünschung. Sie fluchte ihrem Schicksal. Sie beweinte den Tag, an dem sie gezeugt worden war. Sie warf sich vor Ruth auf die Knie und raufte sich das Haar. Sie preßte ihr Gesicht an Ruths Schoß. Dann brach sie, mit ihren Armen Ruths Beine umklammernd, in ein stilles, ver- zweifeltes Weinen aus.
„Warum müssen wir so unglücklich sein!“ sagte sie kaum hör- par und trocknete ihr Gesicht an Ruths Rock. Und leiser weinend fügte sie hinzu:„Du weißt nicht, was es heißt, auf sein sicheres Ende zu warten und sich vorzustellen, daß das eigene Kind dieses nde herbeiführt. Ich schlafe nicht. Denn mir graut vor der Nacht. Ich kann ihr Ende kaum erwarten. Ebenso aber fürchte ich mich vor dem Morgen. In wenigen Monaten ist das Verhängnis über mir. Dieser Körper wird zusammen mit dem ungeborenen Kind in einer Grube liegen. Ich werde keine friedliche Stunde mehr sehen, wie vielleicht du und hundert andere. Kein einziger glücklicher Tag geht für mich auf. Ich werde nie mehr auf- atmen—“
Sie hob ihr von Tränen überströmtes Gesicht. Die salzige Feuch- tigkeit hatte alle Entstellung hinweggespült. Evas Züge strahl- ten Unschuld und das Geheimnis der Jugend. Ihnen war so wenig
von Todesnähe aufgeprägt, daß man ihre Angst unbegreiflich finden mußte.
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