Herz von neuem zu schlagen. Fenyes wußte nicht, wie ihm ge- schah. Der Sterbende zog ihn zu sich nieder. Er lag plötzlich an seiner Seite und wärmte Raymunds fröstelnden Körper.
Gegen Morgen erst, als Raymund längst erkaltet war, verließ der
* ie kleine Karpatorusse hebend den Toten.
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Der
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ebens Nicht lange nach Raymunds Hinscheiden entschloß sich Eva zu einer Tat. Auf dem Heimweg von der Werkstatt redete sie Ruth
dn an und erbat eine Unterredung unter vier Augen. Es ging, sagte
Veine sie, um Leben und Tod.
einen Ruth petrachtete erschrocken das Gesicht der jungen Person, die
æinen eine Zeitlang ihrer Kraft und Geschicklichkeit wegen der Schmiede zugeteilt worden war und vorher an der Ruth benachbarten Dreh-
, vie bank gearbeitet hatte.
in be⸗ Evas Gesicht hatte sich verändert. Es war nicht älter, sondern kindlicher geworden: das Gesicht eines Menschen, der sich auf
hatte unheimliche Weise rückentwickelt.
imlich Ruth versprach zu kommen. Gegen neun Uhr abends fand sie
zrbeit sich in Evas luftiger Wohnung ein. Eva wartete nicht einmal, bis
m. ihre Besucherin es sich in dem einzigen Stuhl bequem gemacht
ig, für hatte.
ickeit,„Ich bekomme ein Kind!“ stieß sie hervor.
Ruth erschrak. Sie wußste, was dieses Geständnis bedeutete. In der Judenstadt war ein Kind unter der Herrschaft des Judenkom- misars weder geboren, noch auch nur ausgetragen worden.
„Bist du dessen gewißd“ fragte sie tonlos.
Eva plickte ihre Besucherin an. Sie glich immer mehr einer rat- losen und verzweifelten Schülerin, die sich einer schlechten Sitten-
ak rer note wegen aus dem Fenster zu stürzen droht.„Ich bin im dritten er- Monat“, sagte sie. 6 ihw Ruth fühlte Hitze in ihrem Körper aufsteigen. Am liebsten wůre sie fortgelaufen. Was konnte sie für Eva tun?„Ich frage nicht, land 6 wer der Vater ist“, murmelte sie.
„LEr ist tot.“


