als eine Stunde gearbeitet haben. Jetzt hörte er von ferne die Turmuhr von L. Sie schlug zehn. In der Judenstadt ging der beste Teil des Tages vorüber.
Raymund fühlte, wie ein neuer Anfall ihn überkam. Er ließ das Werkzeug sinken. Das Licht zu seinen Häupten veränderte die Gestalt. Es glich einem jäh aufsteigenden Stern.
iaymund suchte nach einem Halt. Aber der Boden wankte unter seinen Füßen. Die Geräusche nahmen drohende Stärke an. Der Wind zu seinen Häupten donnerte wie ein Gewitter. In der Tiefe schlugen unterirdische Wasser mit der Gewalt eines Erdbebens gegen die Fundamente des Hauses.
Plötzlich fingen zwei Arme den Stürzenden auf. Fenyes war da. Sein Atem hauchte an dem Gesichte des Malers vorbei. Der kleine Karpatorusse bettete das müde Haupt des Freundes auf einen Sack mit Sägespänen. Er beugte sich über ihn und flüsterte seinen Namen.
Raymund war bei vollem Bewußtsein. Er wollte wissen, wie Fen)yes hereingekommen war. Der Troglodyt verzerrte sein Ge-
sicht zu seinem grellsten und abgeschiedensten Lächeln.
Als man ihn mit den anderen fortzugehen geheißen hatte, hatte er gewartet, bis es völlig dunkel war. Dann hatte er beimlich den Weg zurückgefunden. Er war entschlossen, Raymunds Arbeit zu verrichten. Er versicherte dem Maler, völlig ausgeruht zu sein. Dieser aber schüttelte den Kopf. Es war nicht mehr nötig, für ihn eine Arbeit zu tun. Er war schon über jede Notwendigkeit, zu arbeiten, hinaus.
Während Fenyes zu seinen Füßen kniete, sah Raymund den miß- gestalteten Freund an. Die Augen des Hirten hatten einen hung- rigen und flehenden Ausdruck. Es war kfür seine primitive Seele unvorstellbar, daß der Maler ihn verlassen konnte. Für wen sollte er künftighin arbeiten und sich mühen?
Er legte Raymunds Körper zurecht, bettete seinen Kopf auf zer- rissene Tücher, wischte ihm den Schweiß von der Stirn und ver- hüllte, damit der Maler nicht geblendet werde, die über ihm hängende Lampe.
Raymund streckte seine Arme aus und legte Fenyes' heiße Hand auf seine kühle Brust. Da begann sein schon stille stehendes
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