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Revolte der Heiligen : Roman / Ernst Sommer
Entstehung
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Als er am anderen Morgen aufstand, erschrak Anna über sein Aus- geben. Aber sie beschloß, zu schweigen. Es war besser, ihn nicht im Kranksein zu bestärken. Hastig bereitete sie ihm das Früh- stück.

Trink, sagte sie ihm mit ungewohnter Weichheit und hielt ihm die gefüllte Schale entgegen. Fritz trank gehorsam. Das heiße Getränk gab ihm neue Lebenskraft.

Noch mehr erfrischte ihn der Weg durch die kalte Morgenluft. Fine Zeitlang schien es, als wären die Folgen der Nacht über- wunden. Die Straße war menschenleer. Einige Schritte vor ihnen gingen zwei andere Waldarbeiter den gleichen Weg. Keiner nahm on dem anderen Motiz. Jeder ging starr und für sich allein, vor- gebeugt, gleichmäßig, in sich verschlossen.

Plötzlich prach neuerlich Müdigkeit über Fritz herein. Er ver- suchte seine Schritte energischer zu setzen. Aber das Geräusch der eigenen Füße hallte ihm quãlend ins Ohr. Der Schritt ver- langsamte sich. Sein Körper begann zu schwanken. Wieder raffte er sich auf. Jetzt befanden sie sich im Wald.

Der Tau hing an den Ksten. Durch die Zweige brach ein dünner Streifen Sonne. Der Weg führte an bereits gefällten Stämmen vorbei. In den Gräben stand klares, blitzendes Wasser. Fritz sah dies alles und nahm es in sein Bewußtsein auf.

Peter, der Vorarbeiter, halte die zu fällenden Stämme bezeichnet. Groß, mit friedlichem Ausdruck, stand er am Rande der Lichtung

und wies mit einfachen Gebärden jeder Arbeitsgruppe ihre Tälig-

keit zu. Peter stammte aus dem mẽhrischen Teil der Karpalen, Er

hatte sein Leben in Wäldern zugebracht. Seitdem er in der Juden- stadt zu L. lebte, hatte man selten ein Wort aus seinem Munde vernommen.

Fritz und Anna schwangen ihre KRte. Der Mann peobachtete sich. Jetzt mußte sich zeigen, ob er krank war. Anfangs verrichteten Muskeln und Sehnen die gewohnte Arbeit. Die Kxte schnitten immer tiefere Kerben in die Stämme.

Ein heftiger Durst überkam Fritz. Die Vorste kalten Wassers machte seine Nerven erzittern. 3 Hinter der Lichtung lag ein Teich. Ihn verlangte, zu diesem Teich zu laufen und trinken zu dürfen. Die Vorstellung des Wassers

llung eines Glases

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