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Revolte der Heiligen : Roman / Ernst Sommer
Entstehung
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Als Fritz den Namen des neuen Betriebsleiters vernahm, erinnerte er sich kaum noch, einen Mann dieses Namens mit Prozessen be- drängt und mit Zwangsmaßnahmen verfolgt zu haben.

Fines Tages aber lud Fritz im Vorhof des Schlosses Holz ab. Der cleine Wagen des Betriebsleiters fuhr vor. Brigola öffnete ge- mächlich den Schlag, stieg aus und zündete sich eine Zigarette an. Seine Augen streiften Fritz. Dieser, vom Schreck des Erkennens zu Boden geschmettert, warf sich mit dem Gesicht nach unten über einen Baumstamm und blieb so liegen, bis Brigola sich ent- fernt hatte.

Fritz war keineswegs sicher, ob der Betriebsleiter ihn bemerkt und in dem Waldarbeiter einen seiner ehemaligen Widersacher er- kannt hatte. War dies der Fall, dann hatte er das Argste zu er- warten. Wenn aber Brigola ihn auch diesmal gar nicht wahr- genommen hatte, war das Unheil nicht abgewendet, sondern nur aufgeschoben.

Während seine Gefährten ihn mit Schimpfworten überhäuften, weil er durch sein Verhalten sie alle in Gefahr gebracht hatte, be- endete Bruschweiler stumm sein Werk. Er ertrug die Vorwürfe seiner Begleiter, bewies ihnen hastig seinen Arbeitseifer, indem er mehr leistete als irgendeiner von ihnen, und verließ eine Stunde später zusammen mit ihnen das Schloß. Die Angst wühlte in ihm. Er fühlte sich müde und kraftlos. Er beschloß, Anna zu ver- schweigen, was ihm zugestoßen war.

Den ganzen Tag zuckte der Schreck durch Fritzens Körper und trieb zuweilen sein Herz zu rücksichtsloser Eile.

Abends machte er einen sonderbaren Eindruck. Anna fühlte be-

unruhigt seinen Puls, legte die Hand auf seine Stirn, fragte ihn

aus. Fritz wußte keine Antwort. Er war schweigsamer als sonst, wenig, war nicht zu bewegen, auf die Straße zu gehen und Luft zu schöpfen, und legte sich vorzeitig nieder.

Nachts saß er auf seiner Lagerstatt, die an die kalte Steinmauer grenzte, Schweiß stürzte schwer aus seinen Poren. Vor den Augen wirbelten ihm bunte Kreisel, drehten sich, veränderten ihre Ge- stalt. An die kalte Wand lehnend, hatte er die Empfindung, je- mand risse ihm das Herz aus dem Leibe, mit unbarmherigem und unwiderstehlichem Griff.

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