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Revolte der Heiligen : Roman / Ernst Sommer
Entstehung
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Aber Jan ging tapfer auf sein Ziel los.

Du hattest einmal mit Luria Streit. Es muß vor unserer Ankunft gewesen sein. Ihr seid, wie man erzählte, über Probleme des Glau- bens in Uneinigkeit geraten. Jan packte Wolfs Arm.Ich be- greife nicht, daß Leute, auf die Gaskammern warten, sich über die Sendung des Judentums Gedanken machen. Jan rüttelte Wolfs Arm.Ich bilde mir ein, daß Luria der Schuldtragende ist. Für dich wie für mich sind Gaskammern das Nächstliegende. Ver- dammte gehören zusammen, gleichviel ob ihre Väter für ihre Beschneidung sorgten oder nicht. Jans Stimme wurde beschwö- rend.Erlaube mir daher, dich mit der Belegschaft zusammen- zubringen. Gehörst du nicht zu ihr?

Wolf machte sich sanft los. Er nahm Jans Hand, hielt sie eine Weile zwischen seinen trockenen und lauwarmen Handflächen und befreite sich dann von ihr mit einer ruhigen und freund- schaftlichen Gebärde.

Du irrst, sagte er mit einer strengen Art von Heiterkeit,wenn du glaubst, mich zur jüdischen Gemeinschaft überreden zu müs- sen. Wenn ich es nicht schon vorher war, so machte das Sammel- lager mich zum hundertprozentigen Juden. Ich brauche keinen Unterricht im geschriebenen und ungeschriebenen Gesetz, um zu wissen, daß es bloß eine Wahrheit gibt, die an Wichtigkeit alle anderen Lehren übertrifft: nicht zu dulden, sondern zurückzu- schlagen.

Wolf verlangsamte seinen Gang. Er blickte Jan gelassen in die Augen. Und doch war sein Blick durchdringend, unbeirrbar und klar.

Auf diese Wahrheit bin ich eingeschworen. Die einzige Gemein- schaft, die ich anzunehmen bereit bin, ist eine Gemeinschaft des IIandelns. Seid ihr und die anderen entschlossen, etwas zu tun? Jan suchte unruhig nach Worten. Er fand keine. Von Anbeginn hatte er auf Wolfs Seite gestanden. Aber er begriff auch, was diese Atempause für die Judenstadt pedeutete. Wer konnte ihren Bewohnern verübeln, wenn sie die Atempause genossen, ihr Joch ertrugen, ohne sich dagegen aufzubäumen, warteten⸗ schwiegen und an das Leben glaubten!

Noch nicht, sagte Jan.Es ist noch zu früh. Glaubst du nicht,

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