hörten zu. Es war Befreiung, einen kühlen und sachlichen Bericht zu hören. Knüpfer pries sie glücklich, im Freien arbeiten zu können. Er, so fügte er hinzu, hatte ein einziges Mal den Wald geschen. Das war auf dem Wege von der Station in R. nach der Judenstadt in L. gewesen.
Knüpfer machte eine Pause. Alle warteten bedrückt, daß er von dem gleichen Wege sprechen würde, nur in umgekehrter Rich- tung; dem Weg, der dem von seinem Arbeitsplatz Abgelösten am nächsten Morgen bevorstand.
Aber Knüpfer brach in Schweigen aus und blickte nach der schma- len Offnung, die den Keller mit der lichten Außenwelt verband, als suche er einen Weg ins Freie.
Nach kurzem Nachdenken kehrte sein Blick in den Keller zurück. Mit einer beinahe heiteren Resignation zählte er auf, was er ver- säumt und was er genossen hatte, solange er ein Mitglied der Be- wohnerschaft dieser Judenstadt gewesen war.
Nie hatte er den Weg in den Wald gemacht, noch weniger den Weg in die Christenstadt. Er hatte weder das Rathaus besucht, ob- wohl es von den Strafgeldern der Juden zu L. errichtet worden war, noch den Marktplatz mit den Standbildern der vier Evange- listen. Er kannte nicht das berühmte Gericht, von dem jedermann sagte, daß man es geschen haben müsse, noch den Judenfriedhof, auf dem ein wirklicher Heiliger, ein Wundertäter, lag. Sogar von dem Schloß war er nur vom Hörensagen unterrichtet. Wie- wohl viele seiner Freunde dort arbeiteten, hatte er nichts als den Schloßturm geschen, oder vielmehr das silberne Kreuz, das die Spitze des einen Turms bekrönte.
Denn alle diese Gegenstände, Wald, Rathaus, Markt, Gericht und Schloß, ja selbst den Judenfriedhof zu sehen, war ihm verwehrt gewesen. Er hatte nichts gesehen als diese Ruine, die sein Wohnort und Arbeitsplatz war, den Platz, der sie umgab und einige um- liegende Gassen.
Und doch hatte er keinen Grund, sich zu beklagen. Er hatte in der erwähnten Ruine ein Paar erfreuliche Monate verlebt. Er hatte Arbeit gehabt. Selten hatte er Hunger verspürt. Der Fleck, auf dem er sich des Abends hatte niederlegen dürfen, war trocken und warm. Er hatte gute Freunde gehabt. Wie viele wohltuende
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