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Knüppel auf dem Wege zur Demokratie / von Josef Radermacher
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nung schaffen, auch dann, wenn es für die Jungen noch ein Leben für die kommende Generation sein muß. Auch ein Schaffen in solcher Hoffnung ist menschenwürdiger, als das Schaffen für die Vernichtung, zu der die jungen Menschen dressiert wurden. Nur der Zweifel am eigenen Können, oder das Festhalten an ihren falschen Lehren kann den jungen Menschen Anlaß geben, zu verzweifeln.

Zusammengefaßt:

Der bewilligte Raum ist überschritten; wir können nicht im einzelnen auf so manches eingehen, was noch als Knüppel auf dem Wege zur Demokratie liegt. Auch Kämpfer gegen den Nationalsozialismus finden wir darunter, auch Hasser Adolf Hitlers! Wenn man Hitler haßt, weil er den Krieg nicht ge­wonnen hat, und gleichzeitig die Revolution und die Republik in Grund und Boden schlägt, dann wirft man auch damit der Demokratie nur Knüppel auf den Weg.

Wer den einzigen Weg zur Rettung weiß, der verärgert die andern, auf deren Mitarbeit er doch nicht verzichten kann.

Wer in der Republik gemeckert hat und heute auch noch meckert, den ehrt es nicht, wenn er auch im Dritten Reich ge­meckert hat und dafür gefaßt wurde.

Wer im Dritten Reich zu allem geschwiegen hat und heute sein Maul aufreißt, damit die gebratenen Tauben da hinein­fliegen sollen, für den müßte man wieder eine Zelle einrichten.

Wenn ein Karren im Dreck festsitzt, dann trägt die Schuld daran derjenige, der ihn hineingefahren hat. Und wenn sich ein anderer vergeblich abrackert, den Karren wieder heraus­

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