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Knüppel auf dem Wege zur Demokratie / von Josef Radermacher
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Konfessionelle Schule?

Uneinigkeit, Spaltung in 35 Parteien und in ungezählte und unzählbare Gruppen innerhalb und außerhalb dieser Parteien, Streitereien um kleine und kleinlichste Fragen verhinderten das deutsche Volk, ein großes Ziel gemeinsam zu verwirk­lichen, in der größten Gefahr gemeinsam in Abwehr zu treten, seinen politischen und wirtschaftlichen Ruin aufzuhalten.

Jeder Deutsche wurde im Alter von sechs Jahren schon eingereiht in eine Gruppe, die ihn von andern Gruppen trennte. Jede dieser Gruppen nahm für sich in Anspruch, den allein richtigen Weg ins Leben und für das Leben zu zeigen; jede Gruppe erklärte den Weg der andern für falsch oder irrig. Nachbarskinder, die vorher friedlich miteinander gespielt hatten, erfuhren nun voneinander, daß nur sie den rechten Glauben hatten, daß die andern ungläubig oder irrgläubig waren. Je nach Veranlagung der Lehrer lernten die Kinder, die andern bemitleiden oder verachten; in jedem Falle ent­stand eine Ueberheblichkeit aus dem Bewußtsein, den allein rechten Glauben zu haben, allein zur ewigen Seligkeit berufen zu sein.

Man kann dabei ganz außer Betracht lassen, daß fanatische Lehrer die Gefühle der Kinder gegen Andersgläubige und Un­gläubige zum Haß steigerten, einzig das Bestehen der verschie­denen Schulen schaffte die Gegensätze unter Kindern, die doch nicht beurteilen können, was an diesen Gegensätzen be­rechtigt ist, die in Frieden und Freundschaft miteinander spielen und lernen würden, wenn man nicht künstliche Scheidewände zwischen ihnen errichtet hätte. Bäh, die Schwarzen!" ,, Bäh,

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