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Der Geist der Mitte : das andere Deutschland : die "Umschulung" der Deutschen / August Blume
Entstehung
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kenden Vermögens, und meiner bewußt kann ich mir sagen: Alle seine Bestimmungen( des ,, Ich bin") erkennbar fallen sie in mich hin­ein, sind in mir als tätige Kraft, die zugleich nun dieses Vermögen ist, nichts ist draußen und mir fremd, auch Neues nicht, das mir so wird: Es ist dieser, meiner ,, Natur", und so begriffen, als Begriff, als Licht- und Leuchtewesen alles gegenständlicher Art durchdringend, daß von mir begriffen werden kann das Wirkliche in jedem Gegen­Stand. Es wird mir im Mühen und Ringen( und wird nicht ohne Schmerzen) um das Gegenständliche, damit meiner Art wird, die des Geistes als dem Leben. Es offenbart sich mir ist so und sonst vor­her nicht in der Welt die will durch meinen Willen, die meine tätige Welt ist, wie ich es offenbare, und doch gehört zur Welt, zu mir, in ihr zu sein.

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Ich weiß, gegen Kant gewendet, daß in diesem, ihm ,,, Erkenntnis" sich vollendet, es ihr gerade das Wesentliche ist, das was sie ,,, Er­kenntnis", wesenhaft macht, ihr,( und jedesmal mir) den trügerisch­flüchtigen Schein überleuchtend, Dauer einer Wirklichkeit verleiht, die nicht in dieser endlichen, ver- endenden Welt ist: Aus Vergehen und Vergänglichem bin ,, Ich" mit ihm in dem Unvergänglichen, hin­übergeschenkt in der schenkenden Tugend der Begeisterung, die ich übe: hier, jetzt mir schenke. Begeisterung, so kann, wie es zusam­mengefaßt erscheint, genannt werden, ihr Schmerz und ihre alles über­greifende Freude macht den Künstler und also notwendigen Könner auch der Erkenntnis im Leben und Lebendigen. Ohne sie ist bloße und gewöhnlich üble Handwerkerei, gezwungen, in Manier und zuletzt Manie zu verfallen, Schöpfer und Schöpfung zu Leide zu leben. Jenes Begeisterung Genannte- nirgends und niemals ist bei Kant und Kantianern davon die Rede ist offenbarend wie Offenbares-im­mer ist freier Wille als Freiheit und freies d. h. erkanntes Tun welt­offene Freiheit, es ist Erfülltsein aus geistigen Bezirken, das mich in sie erhebt gleichsam aber der Vergleich realisiert sich räumlich- körperlichen Bezirken, in denen die Zeit lebt: Ich transzen­diere( wechsle hinüber), und dieses Transzendieren macht trans­parent, durchscheinend das Leben bestimmter Lebens- Lagen und von da schlechthin, und das mir nicht mehr Fremde ist mir. In ihm, diesem Transzendieren findet sich das Denken in der Vollendung und Wahr­heit: als das Licht, zu dem es strebt, weil es von dort ist. Es ist der ,, Punkt" der Willens- Entfaltung in mir, und führt mich zur ,, Welt" des Großen, der ,, Großen Welt" des Geistes, in der, mit der entsteht und

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