gswerk 20
VORBEMERKUNG
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,, Das Absolute ist nicht die Angelegenheit aller, sondern die eines jeden. Und alle haben ihre Beziehungen zueinander in einer Weise zu ordnen, die jedem die innere Muße gibt, sich selbst die Frage nach dem Absoluten zu stellen." Ich gebe mir die Ehre, das erste Wort in dieser Schrift damit abgetreten zu haben einem andern, ja anderen. Es steht im Märzheft 1947 der ,, Amerikanischen Rundschau" ,,, herausgegeben im Auitrag des amerikanischen Informationsdienstes", und gehört, geschrieben, ALBERT CAMUS , einem Vertreter französischen Geistes der Gegenwart.( Von einem andern Verdienste schon dieses einzigen Heftes des ,, Informationsdienstes" uns bedienend mit der Dienstleistung von Wahrheit und Wahrhaftigkeit wird in diesen Blättern noch zu lesen sein.) Ich kann nur hoffen und wünschen, daß diese Schrift, deren Aufgabe und Inhalt in solcher Ansprache an das Absolute, in solchen Worten, klar wie durchsichtiger Kristall, aber auch von seiner geschliffenen Härte, sich spiegelt, wie in einem Brennspiegel zusammengefaßtes Licht zur Erscheinung gebracht von solcher Nachbarschaft und Umwelt als solcher Ansprache, aufgenommen und anerkannt werden möge, daß sie weiter als eine Äußerung des wahren Deutschen Geistes sich bewähre in der Bewahrung und Bewahrheitung durch Deutsche von heute. Dann, aber auch nur dann wird die Umwelt sie vollgültig annehmen. Wir haben leider Anlaß gegeben, ein anderes Wort unseres Gewährsmannes der Franzosen in unsere ,, moralische Phantasie"( R. Stei ner ) aufzunehmen: ,, Nicht der Mörder macht Denkfehler, die Denkfehler machen den Mörder." Wahr, wie wahr! Das ist der Ruf, nein, der Schrei dieser Schrift zur Erweckung fauler Sinnlichkeit in Deutschland zur Absolutheit des Geistes. ,, Es ist an der Zeit", daß der ,, verlorene Sohn" einen herzhaft- mutigen Entschluß fasse zur Umkehr, zum Wege der Vater- Sohnschaft des Menschensohnes.
Der Verfasser


