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Unter dem gelben Stern : ein Tatsachenbericht aus der Zeit von 1933 bis 1945 / von Abraham Hochhäuser
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schon in seinen Krallen gehabt hatte, die Rückkehr zu einem mensch­lichen Leben brachten; die uns das, was man uns jahrelang vorenthalten hatte, wiederschenkten: Menschenwürde.

In diesem Augenblicke aber auch spürten wir, was uns verloren war das Liebste und Teuerste, was wir einstmals besaßen auf Erden: die Frau und das Kind, Mutter, Vater und Geschwister.

Was wir verloren haben, ist unersetzlich und unwiederbringlich. Erst jetzt, in dieser Stunde der Befreiung, da wir wieder zu atmen und neu zu leben begannen, kam uns die Bürde dieses Verlustes zum Be­wußtsein.

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Wenn es auch lange dauerte einmal sind die schweren Wunden, die wir an unserem Körper trugen, verheilt. Dereinst wird vielleicht die Menschheit daraus gelernt haben, was sich in unseren Reihen in diesen schweren Jahren der Vergangenheit ereignet hat: daß die Achtung vor dem Nächsten über alles geht.

Auf dem großen Massengrab der vielen unbekannten politischen Häftlinge, auf den Gräbern von Millionen von Frauen, Männern und Kindern möge die Liebe unter den Menschen zu neuem Leben erwachen.

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