ten vor sieben pünktlich wie ein Wecker. Schlaf- trunken rieb er sich die Augen und griff nach der Uhr. Im selben Augenblick wußte er wieder, was ihm wider- fahren. war.

Der Vormittag im Amt verging unerträglich langsam. Havelka zwinkerte ihm einmal zu, sagte aber nichts. Er sah listig, beinahe aufgeräumt aus, als er Rada zuzwin- kerte. Als die Mittagspause begann, standen sie auf und verließen gemeinsam das Amtsgebäude.

Sie gingen wieder in die verkehrsarme Seitengasse, die sie gestern in der Mittagspause aufgesucht hatten. Ha- velka blickte sich nach allen Seiten um. Es war kein Mensch zu sehen. Er sagte:Ich habe mit den maß- gebenden Leuten gesprochen. Man hält Ihren Entschluß nicht für richtig. Man ist der Ansicht, daß Sie in die Abteilung Ill eintreten sollen. Man schenkt Ihnen vol- les Vertrauen, Rada. Man erwartet, daß Sie unsrer Sache nützen können, wenn Sie in der Abteilung Ill arbeiten.

Rada blieb stehen. Er blickte zu Boden. Er sagte:Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Ich bin kein raffi- nierter Mensch, der sich gut auskennt. Ich weiß nicht, was man von mir erwartet. Ich kann nichts versprechen. Ich bin ein Mensch, der immer nur in der Amtstätigkeit und im Familienleben aufgegangen ist. Mehr steckt nicht in mir.

Havelka hörte ernst zu und sagte:Das wird sich zeigen."

Und heute abend..., sagte Rada.

Ja, richtig, sagte Havelka,das hätte ich fast ver-

.gessen. Sie müssen heute abend zu ihm in die Woh-

nung gehn. Sie dürfen nicht sein Mißtrauen erwecken. Das ist die Hauptsache.

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