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Wir bleiben Kameraden!
Daß ich diesen Bericht in Buchform veröffentlichen konnte, verdanke ich meinem lieben Kazetkameraden und Freund Dr. Karl Maria Stepan, dem gewesenen Landeshauptmann der schönen grünen Steiermark, dem nachmaligen ausgehungerten, verlausten und mißhandelten Kazetler im Zigeunerblock zu Dachau . Er hat trotz aller Herstellungsschwierigkeiten, trotz des Papiermangels und sonstiger Hindernisse das Buch in einer der ihm unterstellten Verlagsanstalten herausgebracht. Nicht aus Geschäftsgründen, sondern in der Anhänglichkeit treuer Freundschaft. So wie er mit mir in Dachau das Osterpaket teilte, das er von seinen Lieben erhalten, so wie ich ihm mit Selbstverständlichkeit trotz aller Gefahren Briefe aus dem Lager schmuggelte, so wie er nach meiner Entlassung glücklicher Erbe meiner ,, Wäsche" und meiner ,, letzten Hose" wurde, so hat nun er, als er mich kürzlich einmal besuchte, meine Bitte erfüllt, er möge den Bericht als Büchlein erscheinen lassen. ,, Das machen wir!" sagte
er.
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Lieber Karl! Du hast immer guten Humor und ein ganz großes Gottvertrauen gehabt, aber eines Tages wäre es auch Dir bald zu viel geworden. Ich sehe Dich noch auf der Lagerstraße in Dachau vor mir stehen und sagen: ,, Leopold, jetzt kann ich aber bald nicht mehr! Weißt Du, die SS hat mich ausgerechnet in den dreckigsten Zigeunerblock gesteckt. Ich habe keine Läuse, sondern die Läuse haben mich. Und diese Unsauberkeit tut mir weher als jede andere Mißhandlung. Was nützt es mir, wenn ich mich hundertmal reinige; ich teile den Strohsack mit gänzlich verlausten Zigeunern, die kein Wort Deutsch , dafür aber das Stehlen um so besser verstehen. Was ich nicht in der Hosentasche bei mir tragen kann, ist immer spurlos verschwunden; was mir meine Frau an abgespar
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