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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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schlagen, ich glaube, nicht einmal beschimpft. Mir kam es oft ganz seltsam vor, daß die SS ihn so lange als Blockältesten duldete.

Schließlich wurde er wegen seiner unentwegten Ka­meradschaftlichkeit gegen seine Untergebenen von der SS abgesetzt und dem Bombensuchkommando München zugeteilt. Auch hier stellte er seinen Mann. Eines Abends wurde er nach dem Appell zugleich mit anderen von der SS namentlich aufgerufen, einen zu einer Lagerstrafe Ver­urteilten öffentlich zu verprügeln. Er weigerte sich ruhig und entschieden: ,, Das tue ich nicht!"

,, Dann sind Sie ein Feigling", sagte ein Lagerführer zu ihm.

Ruhig antwortete er: Wenn man täglich beim Boin­bensuchkommando in München sein Leben riskiert, ist man kein Feigling." Soviel ich weiß, wurde er später nicht mehr Blockältester. Wenn er irgendwo diese Zeilen lesen sollte, möge er sie als einen Gruß und Dank von Block 26 auffassen.

Gegen Ende unserer Kazetzeit gab uns das Lagerkom­mando die langersehnte Erlaubnis, das Blockpersonal aus unseren eigenen Reihen aufzustellen; es wurden auf unserem Block Geistliche unseres Vertrauens Stuben­und Blockälteste. Ein reichsdeutscher Pfarrer Friedrichs, ein Mann mit schneeweißem Haar und unerschütterlicher Geduld und Ruhe, wurde unter allgemeinem Beifall unser bester, aber in vieler Hinsicht nicht beneidens­werter Blockvater. Es dürfte ja bekannt sein, daß auch Geistliche ihre Fehler und Schwächen haben. Sollte es aber jemand nicht glauben, so möge er Vater Reinhold Friedrichs fragen, der jetzt Domkapitular in Münster , Westfalen, ist! Er stand ruhig wie ein Fels im Meere unseres damals unbeschreiblich überfüllten Blocks, in dem Priester zusammengepfercht waren, die zirka zwan­zig verschiedene Sprachen Europas ihre Muttersprache nannten.

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