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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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erzählte er mir im einzelnen, was er in dem Berichte geschrieben hatte. Mir graute; wenn das die SS nun in Händen hatte, dann war es schlimm.

Trotz allem zeigte sich Karl nicht schwach. Er bat mich nur herzlich, ich möge seiner im Gebete gedenken, wenn er nun von der Lagergestapo zur Vernehmung geholt würde. Mit einem festen Händedruck gingen wir aus­einander. Es hatte mich aber eine ganz tiefe Trauer er­faßt, weil mir bange war um ein so liebes, teures Men­schenleben.

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Was soll ich hier noch vieles berichten? Nur das Ende dieses Dramas: Karl Schraml wurde ohne Gerichtsver­fahren durch einen Blutbefehl aus Berlin dafür, daß er die Wahrheit an die Öffentlichkeit bringen wollte, zum Tode verurteilt. Man wagte aber nicht, seine Ermordung in Dachau durchzuführen, weil man wahrscheinlich die Zeugenschaft der anderen Geistlichen scheute, sondern man brachte ihn in das Konzentrationslager Buchen­walde. Dort wurde er drei Tage nach seiner Ankunft erhängt.

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Beim Prozeß gegen die angeklagten SS- Mörder, den die Amerikaner in Dachau durchführten, berichtete der tschechische Priester Strerak am 10. November 1945 als Zeuge über die Hinrichtung Karl Schramls, der als Mär­tyrer der Wahrheit gefallen ist.

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So viel unschuldiges Blut mußte fließen, bis endlich im deutschen Radio das Pausezeichen ,, Üb immer Treu und Redlichkeit!" verstummte, weil es eine Lüge war.

Besuchsparade

Eine Brücke zwischen Außenwelt und Kazet bildeten noch die häufig stattfindenden, vorher angemeldeten Besuche von interessierten Gruppen der SS, der Wehr­macht , verschiedener Parteiformationen, Frauen fast immer ausgeschlossen.

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