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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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,, Nein, danke, ich möchte Sie auch nicht zu viel in Ge­

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Wissen Sie, wieviele ,, Mich in Gefahr bringen? Briefe ich heute schon von Ihren Kameraden übernom­men habe? Achtzig Stück!" Der gute Mann er war mit seiner Opferwilligkeit durchaus nicht der ein­zige erwies uns damit eine unvergeßliche Wohltat. Es war auch für ihn gut, daß das Blutregime zusammen­brach, denn sein Entgegenkommen gegenüber den Kazet­lern hätte ihn selber gewiß noch einmal in das Lager gebracht. Und er war Vater einer zahlreichen Familie.

Die Briefe, die wir aus der Heimat erhielten, bildeten für uns Verbannte ein Heiligtum. Leider war es unter Strafe verboten, mehr als zwei Briefe aufzubewahren. Mit welch schwerem Herzen trennte ich mich oft von den Zeilen lieber, treuer Menschen, wenn sie, dem Lager­befehl entsprechend, in den Ofen wandern mußten!

Aber vieles von dem, was uns die Heimat ins Kazet schrieb, um uns zu trösten und zu ermutigen, ist nicht im Feuer zu Asche zerfallen, sondern bleibt ewig in unsere Herzen eingezeichnet.

Schweigen oder sterben! Lieber Herrgott, mach mich blind, Daß ich alles richtig find! Lieber Herrgott, mach mich taub, Daß ich jeden Unsinn glaub! Lieber Herrgott, mach mich stumm, Daß ich nicht nach Dachau kumm! Bin stumm ich, blind und taub zugleich,

Dann paß ich in das Dritte Reich.

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Die Justiz des Hitlerreiches scheute das Tageslicht. Es war strengstens verboten, über die wahren Verhältnisse in den Konzentrationslagern zu sprechen. Wer es den­noch wagte, einen Notschrei an die Öffentlichkeit gelan­gen zu lassen, riskierte sein Leben. Einer der bekann­

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