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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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Der Verkehr mit der Heimat

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Besuche waren in allen Konzentrationslagern grund­sätzlich verboten. Ausnahmsweise durften Fronturlauber in Dachau ihre nächsten Angehörigen sprechen, auch solche, die von Berlin eine schriftliche Besuchserlaubnis erhalten hatten. Aber das kam äußerst selten vor. Ich habe in den vier Jahren meines Aufenthaltes im Kazet niemand von meinen Lieben gesehen. Nebenbei bemerkt, war es uns auch streng verboten, Lichtbilder unserer Angehörigen zu besitzen. Wurden uns solche geschickt, so durften wir sie wohl ansehen, mußten sie aber dann abgeben. Sie wurden in den Schubraum zu unseren Effekten gelegt. Dort ist mir übrigens alles restlos ver­brannt.

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Aber wir durften alle 14 Tage einmal( immer an die­selbe Adresse) einen Brief schreiben und ebensooft, auch durch die Lagerzensur, einen Brief aus der Heimat empfangen. Außerdem war es in den letzten Jah­ren den Reichsdeutschen gestattet, wöchentlich an nächst­verwandte Soldaten an die Front zu schreiben und von ihnen Post zu erhalten.

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Das Briefschreiben war für uns eine freudige, wegen der Zensur aber auch komplizierte Angelegenheit. Es war uns ja verboten, etwas über das Lagerleben oder von uns selber irgend etwas weniger Günstiges zu be­richten. Waren wir krank, brauchten wir ein Medikament, mußten wir sehr diplomatisch schreiben, um die Zensur abzulenken:

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,, Meine Lieben! Wie Ihr mir mitteilt, hat Felix schon wieder mit seinen Abszessen zu tun; dabei ist er damals schon sehr schwach gewesen, als ich ihn das letztemal ge­sehen. Ich möchte ihm raten, eine Blutreinigungskur zu machen. Seht einmal in meinem Schreibtisch nach, ich glaube, untere Lade links, da dürften sich noch einige Packungen Urizedin Strohschein befinden. Die könnt Ihr ihm mit einem schönen Gruß von mir übersenden.

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