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Der Verkehr mit der Heimat
Meine Ang hatten. Felix
Besuche waren in allen Konzentrationslagern grundsätzlich verboten. Ausnahmsweise durften Fronturlauber in Dachau ihre nächsten Angehörigen sprechen, auch solche, die von Berlin eine schriftliche Besuchserlaubnis erhalten hatten. Aber das kam äußerst selten vor. Ich habe in den vier Jahren meines Aufenthaltes im Kazet niemand von meinen Lieben gesehen. Nebenbei bemerkt, war es uns auch streng verboten, Lichtbilder unserer Angehörigen zu besitzen. Wurden uns solche geschickt, so durften wir sie wohl ansehen, mußten sie aber dann abgeben. Sie wurden in den Schubraum zu unseren Effekten gelegt. Dort ist mir übrigens alles restlos verbrannt.
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Aber wir durften alle 14 Tage einmal( immer an dieselbe Adresse) einen Brief schreiben und ebensooft, auch durch die Lagerzensur, einen Brief aus der Heimat empfangen. Außerdem war es in den letzten Jahren den Reichsdeutschen gestattet, wöchentlich an nächstverwandte Soldaten an die Front zu schreiben und von ihnen Post zu erhalten.
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Das Briefschreiben war für uns eine freudige, wegen der Zensur aber auch komplizierte Angelegenheit. Es war uns ja verboten, etwas über das Lagerleben oder von uns selber irgend etwas weniger Günstiges zu berichten. Waren wir krank, brauchten wir ein Medikament, mußten wir sehr diplomatisch schreiben, um die Zensur abzulenken:
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,, Meine Lieben! Wie Ihr mir mitteilt, hat Felix schon wieder mit seinen Abszessen zu tun; dabei ist er damals schon sehr schwach gewesen, als ich ihn das letztemal gesehen. Ich möchte ihm raten, eine Blutreinigungskur zu machen. Seht einmal in meinem Schreibtisch nach, ich glaube, untere Lade links, da dürften sich noch einige Packungen Urizedin Strohschein befinden. Die könnt Ihr ihm mit einem schönen Gruß von mir übersenden.
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