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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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Die vielen Transporte, die in gänzlich verwahrlostem Zustand ankamen, der Mangel an guten Desinfektions­mitteln, die nachlässige Reinigung der Lagerwäsche, der immer seltener werdende Wäscheaustausch, die ver­lausten Strohsäcke und Decken, öfters auch die Un­empfindlichkeit und notorische Unsauberkeit mancher Lagerinsassen, dies alles wirkte zusammen. So konnten wir die Läuseplage auch auf unseren beiden Blocks zwar immer wieder eindämmen, aber leider nimmermehr be­siegen.

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Wie viele Peinlichkeiten ergaben sich doch aus diesem Zustand, der für die meisten wohl zu den allerübelsten Erinnerungen gehört! Es mußte eine Maßnahme ergriffen werden, die im gleichen Grade notwendig und unan­genehm war: die oftmalige, häufig sogar tägliche Leibes­und Wäscheuntersuchung, der sich jeder ausnahmslos zu unterziehen hatte und die anfangs durch das Block­personal, später durch dazu verurteilte Kollegen ge­nauestens durchgeführt werden mußte. Wir hatten für diese Prozedur den schönen amtlichen Ausdruck: Laus­kontrolle.

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Jeder, bei dem Läuse vorgefunden wurden, mußte sich in das Lagerbad zur Desinfektion begeben. Während er dort badete, kamen seine Kleider und Wäsche in die Desinfektionsabteilung, um dort mit Gas behandelt zu werden. Er mußte unbekleidet im Bade stundenlang, manchmal einen halben Tag, auf die entlausten Kleider und Bettdecken warten, wurde unterdessen mit sehr scharfen Mitteln eingespritzt, die manchmal Wunden brannten, und kam schließlich müde und hergenommen wieder auf den Block zurück. Trotz genauester täglicher Selbstkontrolle konnte es jedem passieren, daß er in einem Monat mehrmals den unangenehmen und lang­wierigen Entlausungsprozeß mitmachen mußte.

Wie dachten wir da oft sehnsuchtsvoll an die liebe Heimat, wo wir saubere Wäsche und reine Betten wuß­ten, und kamen uns gerade wegen der Verlausung( Flöhe

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