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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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aufeinandergepreßt. Es geht zur letzten Fahrt. Die Welt so schön, das Herz voll von wilder Sehnsucht nach Frei­heit und Heimat. Vorbei! Kein Freund, kein Priester, kein Lichtstrahl mehr.

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Und kein Erbarmen. Vernichtung, hat er gesagt. er, dem sie ihr junges Leben vertrauend geweiht. Nun sind sie im Auto verschwunden. Hinten und vorne schwingen sich die Schwerbewaffneten hinauf, das Eisen­tor des Lagers tut sich auf, langsam kurvt der Wagen hinaus auf die Straße von Granit. Dann Volltempo. Wir marschieren einige Minuten später selber auf die­sen Weg hinaus zur Arbeit. Während wir so dahin­ziehen, gellen im nahen Walde Gewehrsalven auf. Sie haben es überstanden. Wir aber müssen noch für die ihnen, das let Henker leben und schaffen.

Invalidentransport

Wertloses Leben wird ausgemerzt. So wollte es der böse Geist des Dritten Reiches . Wenn ein Leben in Deutschland wirklich wertlos war, dann das Leben des­sen, der diesen satanischen Befehl gegeben.

Wir Überlebenden aber bleiben dabei: Das Leben jedes Menschen ist heilig.

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Im Spätherbst 1941 kam aus Polen ein etwa 600 Mann starker Transport von katholischen Geistlichen. Die meisten von ihnen waren Ruheständler, Greise im Durch­schnittsalter von 60 bis 70 Jahren. Sie machten durch­wegs einen sehr gebrechlichen Eindruck. Wahrscheinlich hatten sie schon auf der Herreise vieles durchgemacht. Diesen bedauernswerten Alten, die alle ohne ersicht­lichen Grund und nur aus bloßem Religions- und Polen­haẞ verhaftet worden waren, nahm man in Dachau ihre guten Kleider weg und gab ihnen dafür dünne Kazetler­

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