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Es wurde ihnen , daß die Geistmehr zu verrich
enheit zum Schla
fen erhalten sollten, daß sie täglich ein von den Bischöfen Wein und wöchentlich zu besorgendes Viertelliter dreimal eine aus derselben Wohltäterhand stammende Portion Kakao konsumieren dürften. Wie sah nun die Durchführung dieser Versprechen aus?-
Was die Befreiung von Arbeit anlangt, so bestand sie darin, daß man von diesem Zeitpunkt an die Geistlichen dazu verhielt, für das ganze Lager dreimal im Tage die zirka 70 Kilogramm schweren Suppenkessel zu tragen, eine Aufgabe, die für die meisten abgemagerten und völlig entkräfteten Leute eine überaus schwere Leistung darstellte, zumal mit den schlecht passenden Holzschuhen sehr weite Wege zu bewältigen waren. Da kam es oft vor, daß einer zusammenbrach. Dann kam es häufig zu schweren Miẞhandlungen des am Boden Liegenden. Was die Bettruhe unter Tags betrifft, wurden durch einige Monate hindurch die Geistlichen, ob sie wollten oder nicht, vormittags und nachmittag je zwei Stunden einfach zum Schlafen kommandiert und dann jedesmal mit dem Bettenbau so schikaniert, daß die meisten vor diesem ohnehin nur kurze Zeit gegebenen ,, Benefizium" direkt eine Abneigung bekamen.
Wein und Kakao erhielten wir zirka ein Jahr lang bis anfangs 1942, dann hörte diese Zuwendung plötzlich und für immer wieder auf. Besonders was den Wein anlangt, waren viele herzlich froh, als er uns genommen wurde. Erstens zog uns diese vorübergehende Besserstellung den Neid und die Miẞgunst der anderen Kazetkameraden zu, welche täglich mit ansehen mußten, wie die Weinkisten vor unseren beiden„ Pfarrerblocks" abgeladen wurden, zweitens wurde uns dieser Wein von der SS regelmäßig in einer so schandbaren Weise ,, kredenzt", daß die Weinausgabe verdient, hier näher geschildert zu werden.
Gewöhnlich wurden die Weinkisten täglich nachmittags vor unseren Baracken abgeladen und einige dazu bestimmte Kollegen, das sogenannte ,, Weinkommando", gerufen. Diese trugen die kostbare Last, der Wein war von
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