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gesucht und in Leid, wie oft wankt haben. Streben durch
HEINRICH GRUBER
und die Maßseren Verhält
Geboten und ie Sünde, und enen Bekenntich mich halte m miteinander neue Jahr uns ft schenke, daf uns entgegeneue aus seiner Liebe gestärkt zur Buße und daß es uns als sein Kreuz wir in unserem ird unser Be
und Not,
Brot.
Amen.
ICH SCHÄME MICH NICHT
Römer 1, 16
,, Ich schäme mich des Evangeliums von Christo nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben, die Juden vornehmlich und auch die Griechen."
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Dies Wort ist erstmals an die Gemeinde in Rom geschrieben. In dieser Weltstadt, in der das Leben den Menschen Großes bot und Gewaltiges von ihm forderte, ist es nur eine kleine, unbedeutende Schar, die sich zu Christus hielt, von den Mächtigen kaum beachtet und von den Weisen verlacht. Durch Gewalt, Geschick und Glück war die ganze Welt dem römischen Adler unterworfen worden, und im Lande selbst waren alle Parteispannungen, die das Volk so oft an den Rand des Abgrundes gebracht hatten, durch das machtvolle Auftreten des Kaisers Augustus beseitigt. Roma aeterna Rom ist ewig, so rief man es laut in die Welt hinaus für alle, die an der Dauer dieses gewaltigen Reiches zweifelten. Von der pax Romana, vom Frieden Roms redete man und meinte die Ausschaltung jedes persönlichen Freiheitswillens und aller völkischen Einheitsbestrebungen. Man sah und wollte nur die Vermassung der Menschen, die nach ,, Zirkus und Brot" schrien: das nannte man Macht, und das nannte man Frieden. In diesem Rom lebte eine jüdische Gemeinde. Es waren Menschen, die durch das Bewußtsein der Erwählung zusammengehalten wurden, durch den Stolz auf ihre Abstammung und ihr Blut. Sie hatten zwar nicht an den Segnungen des Weltreiches unmittelbaren Anteil, aber sie hatten etwas anderes, worauf sie stolz waren: Geschichte und Volkstum.
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