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Das aufgebrochene Tor : Predigten und Andachten gefangener Pfarrer im Konzentrationslager Dachau / Vorwort und Herausgeber: Martin Niemöller
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losigkeit, wir wissen, wie oft wir uns selbst gesucht und in den Vordergrund geschoben haben in Lust und Leid, wie oft wir zwischen Hochmut und Kleinglaube geschwankt haben. Wir müssen bekennen, wie immer wieder das Streben durch­brach, uns selbst zum Mittelpunkt zu machen und die Maß­stäbe für unser Handeln bei uns selbst und unseren Verhält­nissen zu suchen und nicht in Gottes heiligen Geboten und in der ewigen Heilandsliebe. Hier beginnt die Sünde, und hier endet sie auch. Darum soll zu diesem offenen Bekennt­nis die herzliche Bitte kommen: ,, Ach gib, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu'." Wir wollen darum miteinander und füreinander die Hände falten, daß das neue Jahr uns treuer erfinden möchte, und daß Gott uns Kraft schenke, daß wir immer wieder die Hand fassen, die sich uns entgegen­streckt. Wir wollen bitten, daß unsere Treue aus seiner Treue lebe, daß unsere Liebe durch seine Liebe gestärkt werde, und daß seine Güte uns immer wieder zur Buße und Umkehr bringen möge. Wir wollen bitten, daß es uns dann geschenkt werde, daß wir unser Kreuz als sein Kreuz erkennen und daß wir wissen dürfen, daß wir in unserem Leiden sein Leiden vollenden dürfen. So wird unser Be­kenntnis zur Bitte und Bitte zum Dank:

Ich danke dir, daß du bei mir gewesen, daß deine Gnad' ließ meine Seel' genesen,

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daß deine Treue Trost mir gab in Nacht und Not, daß deine Güt' mir immer gab das täglich Brot.

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