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Das aufgebrochene Tor : Predigten und Andachten gefangener Pfarrer im Konzentrationslager Dachau / Vorwort und Herausgeber: Martin Niemöller
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ner Spur! Da wird nicht nur ein einzelner Mensch wirklich neu anfangen können nach so viel Fehlen und Versäumen, sondern die ganze Welt. Da wird Gott wieder in Ordnung bringen, was nicht nur der einzelne Mensch, nein, was die Welt gefehlt und versäumt, gesündigt hat. Da wird es keine Fehler, keine Schwachheit, kein Versagen und Versäumen, kein Unrecht, keine Gewalt und keine Schuld mehr geben, und darum, darum ,, wird der Tod nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein", da werden keine Tränen mehr sein an Gräbern und vor Trümmern.

Denn da wird nichts mehr zwischen uns und Gott stehen. Welch eine Welt! Das ist das himmlische Jerusalem, von welchem es nachher weiter in der Offenbarung Johannis heißt: ,, Ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, und das Lamm." Da wird man nicht erst, wie es hier auf der alten Erde geschieht, aus der Angst der Welt sich in einen zeitweiligen Trost und eine gelegentliche Gottseligkeit flüchten, sondern dort ist der Ort, da ,, Gott alles ist in allen", und wo ,, nichts mehr uns scheidet von der Liebe Gottes , die in Christo Jesu ist, unsrem Herrn", der Ort, wo wir nicht mehr ,, sehen werden durch einen Spiegel in einem dunklen Wort, sondern von Angesicht zu Angesicht", wo wir ,, nicht mehr stückweise erkennen werden, sondern wo wir erkennen werden, gleich­wie wir erkannt sind", wo diejenigen ,,, die ihre Kleider gewaschen haben und haben ihre Kleider helle gemacht im Blute des Lammes", und die also reines Herzens geworden sind, Gott schauen und darin die Fülle und volles Genüge haben werden.

Das alles ist uns verheißen, und ,, diese Worte sind wahrhaftig und gewiß".

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