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Das aufgebrochene Tor : Predigten und Andachten gefangener Pfarrer im Konzentrationslager Dachau / Vorwort und Herausgeber: Martin Niemöller
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t, als Kon­und daher Zuge einer

Linie, wobei ürlich seine

nicht eine anschauung. Gottes nicht

kein Ohr ommen ist, wider alle hem Volke

Schöpfung, allgemeine enschengeist hristus und Glauben

nde unsres Worte sind offnung, die en, der am en und zum a gleichsam Sres Gottes, gesandt hat,

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und ihn ge­erste Wun­

ist ja ,, der

und zum

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der Mensch nach dem Herzen Gottes. ,, Darum ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist ver­gangen, siehe, es ist alles neu geworden." Wer auf den Herrn Christus getauft ist, wer in Christus und von seiner Vergebung lebt und einmal im Glauben an ihn zu sterben gedenkt, der hat ja schon das Angeld empfangen dafür, daß er an der neuen Schöpfung teilhaben wird.

Für den sind dann aber auch die menschlichen Gedanken und Sorgen, Ängste und Leiden und auch die menschlichen, allzu menschlichen Hoffnungen nicht mehr das letzthin Bestimmende und Bewegende seines Lebens mehr. Gewiß, liebe Brüder, wir wollen uns nicht künstlich stark machen, wollen nicht so reden, als ob der Welt Tränen und der Erde Leid, Geschrei und Schmerz nicht auch unser wäre, als ob der Tod unsrer Lieben und im besonderen das gegen­wärtige millionenfache Sterben der Menschen unser Herz gar nicht mehr berührte, als ob die Kriegszerstörung unserer alten Erde, als ob drohende Heimatlosigkeit, die ganze Frag­würdigkeit unserer Existenz und schließlich einmal der Untergang dieser Welt, die doch unsere Welt ist, uns, die Gläubigen, gar nichts mehr anginge, als ob wir über dies alles innerlich längst hinweg wären. Gar nicht sind wir darüber ,, hinweg"; wie ein Brand, aus dem Feuer gerissen, so werden wir einmal dastehen mit all den Wunden, die das Leben schlägt, und all den Narben, die die Sünde hinter­läßt. Aber doch herausgerissen, durch Christus und mit Christus ,, aus Angst und Gericht genommen", ewig gerettet in die Arme des Vaters, der alle Tränen abwischen wird von unsren Augen.

Und dann wird Gott den neuen Anfang machen nach 30 vielen vergeblichen Anfängen, die wir gemacht haben auf eigene Faust und die je die Welt gemacht hat auf eige­

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