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Das aufgebrochene Tor : Predigten und Andachten gefangener Pfarrer im Konzentrationslager Dachau / Vorwort und Herausgeber: Martin Niemöller
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Er ,,, der den Kriegen steuert in aller Welt, der Bogen zerbricht, Spieße zerschlägt und Wagen mit Feuer ver­brennt.( v. 10)." Nicht mit dem sittlichen Problem der Kriegsführung beschäftigt sich der Dichter des Psalmes. Nein, er bringt auch dieses Gebiet mit seinen vielen Frag­würdigkeiten ethischer Art unter die Hoheit Gottes. Gott lenkt alles. Nichts ist da, das nicht unter der Herrschaft des Allmächtigen stände. Gott spricht immer das letzte Wort und bringt alles zu seinem Ziel. Auch den Krieg steuert Er. Gott ist der Erhabene, der Allmächtige, in dessen Händen das Weltregiment ist.

So sehr ist der Psalmdichter von diesem Gedanken er­füllt, daß er selbst mit all seinen Gefühlen und Erfah­rungen ganz zurücktritt, auf daß nur Gott sprechen kann: ,, Seid stille und erkennt, daß ich Gott bin. Ich will Ehre einlegen unter den Heiden,- Ich will Ehre einlegen auf Erden"( v. 11). Es geht nicht um uns. Es geht um Gottes Ehre. Auf die allein kommt es an. Gott will Ehre einlegen auf Erden. Und seine Ehre ist seine Gerechtigkeit, seine Wahrheit, seine Barmherzigkeit. Die werden triumphieren in dieser Welt. Wie tröstend, wie wunderbar tröstend ist das für seine Kinder, die da leben in Not und Kampf!

Darum die immer wiederholte Sicherheit für die Kinder Gottes, welche in diesem Liede aufklingt. In den ersten drei Versen wird es so ganz hervorragend gesagt: ,, Gott ist meine Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt untergeht und die Berge mitten ins Meer stürzen, wenngleich das Meer wütete und wallte und von seinem Ungestüm die Berge umfielen."

Wie nichts werden hier alle irdischen Sicherheiten ge­schätzt. Nirgends kann man sich bergen, denn alles ist

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