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Das aufgebrochene Tor : Predigten und Andachten gefangener Pfarrer im Konzentrationslager Dachau / Vorwort und Herausgeber: Martin Niemöller
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Welt vollbracht hat, hat sich Gott bekannt: das heißt Ostern!

Doch es ist kein Ostern ohne Karfreitag; es ist kein Le­ben vor Gott ohne das Sterben vor ihm, so wie Paulus davon spricht( Römer 6, v. 11): ,, Haltet euch dafür, daß ihr der Sünde gestorben seid und lebet Gott in Christo Jesu unserm Herrn"; es ist keine Vergebung ohne Buẞe.

Die Schrift nennt den Tod den Feind, den letzten Feind, der aufgehoben wird". Unsere Sünde macht den Tod zu unserem Feind; sie macht, daß er nie als Freund zu uns kommen kann, auch nicht zu dem, den wir auf Grund etwa seines abgeschlossenen Lebenswerkes oder seiner geschlos­senen Persönlichkeit einen ,, Vollendeten" zu nennen pflegen, ja auch nicht zu dem, für den der Tod Erlösung von Alter, Krankheit und Qual bedeutet.

Um der Sünde willen kommt er zu uns Menschen nicht als ein Freund, sondern als der Feind, als der mächtigste, härteste, unerbittliche Herr, als der ,, letzte Feind". Aber nun, seitdem Christus den Tod besiegt hat, seitdem er, der als der Sündlose die Gewalt des Todes und seine Schrecken an Leib und Seele erleiden mußte, aus dem Grabe auferstan­den ist und den Tod verschlungen hat in den Sieg und ,, eine ewige Erlösung erfunden" hat, nun ist die Macht des Todes in der Welt gebrochen. Nun dürfen wir den Osterjubel an­stimmen darüber, daß wir nicht uns selber leben und uns selber sterben und damit den Tod als höchsten Herrn, als ,, letzten Feind" über uns haben, sondern daß wir dem Herrn leben und dem Herrn sterben, dem Herrn Christus, daß wir Ihn als unsern Herren haben im Leben und im Tode ,,, wel­cher auch selig machen kann immerdar, die durch ihn zu Gott kommen und lebet immerdar und bittet für sie." ,, Denn dazu ist Christus gestorben und auferstanden und wieder lebendig geworden, daß er über Tote und Lebéndige Herr sei."

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