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Das aufgebrochene Tor : Predigten und Andachten gefangener Pfarrer im Konzentrationslager Dachau / Vorwort und Herausgeber: Martin Niemöller
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Zum Teil ist das Werk erledigt, aber er hat noch viel

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Und das ist es, was der Heiland hier sagt. Er hängt noch am Kreuz, aber er ist nicht müde, er ist nicht froh, endlich Ruhe zu haben. Kaum hat er diesen Teil seiner Arbeit er­ledigt, so stellt er sich schon dem Vater zur Verfügung.

Vater, welche neue Aufgaben hast Du jetzt für mich?" Er sehnt sich nach neuer Arbeit als Erlöser der Welt. Er hat sie alle gesehen vor sich, die der Vater ihm ge­geben hat, er trug sie in seinem Priesterherzen am Kreuz, und die Schmerzen haben ihn nicht betäubt, der Schmerz und Hohn ihn nicht gleichgültig gemacht, nein, o Heiland, keinen Augenblick warst du ungehorsam oder unwillig. Du. hast uns gekauft, o so schrecklich teuer gekauft, uns und viele aus allen Heiden und Völkern und Sprachen, sie müs­sen kommen jetzt... das ist seine Arbeit, gestern und heute und wie lange noch...?

Die eine große Arbeit zur Erlösung der Welt wird nicht unterbrochen, keinen Augenblick.

Vater, ich bin bereit zur neuen Arbeit; in diesem letzten Kreuzeswort klingt durch sein Ruf: Ja, ich komme bald! So große Kraft liegt in diesem Worte.

Hier öffnet der Heiland die herrlichste Perspektive. Er hängt an seinem Kreuz, verworfen, gehöhnt. Man sieht in ihm den Märtyrer, es scheint alles mißlungen. Aber hier ist keine Tragik, nein, bevor er stirbt, weiß er vom Leben.

Hier hörst du die Osterglocken über Golgatha!

Hier hat nicht der Tod das letzte Wort, sondern das Leben. Er hat das letzte Wort, Er, der mit dem Tod gerungen, aber der den Tod überwunden hat.

-

Mein Bruder ewig soll er mir vor Augen stehen. Glaubst Du an ihn? Glaube ich an ihn?

cer.

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