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Das aufgebrochene Tor : Predigten und Andachten gefangener Pfarrer im Konzentrationslager Dachau / Vorwort und Herausgeber: Martin Niemöller
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Wer kennt heute z. B. daß wir als Kreuzesgemeinde noch kurz bei diesem Gedanken verweilen die Staatsmän­ner, Dichter und Denker der Inkakulturen? Oder was bedeu­tet nicht das assyrische Reich! Jesaja karikiert Kap. 10 ff. eine der assyrischen Prunkreden, die die ganze militärische und politische Schlagkraft jener Groß macht widerspiegelt: ,, Sind meine Fürsten nicht allzumal Könige?! Ist nicht Kalno wie Karkemis?, ist Hamad nicht wie Arnad?, ist nicht Samaria wie Damaskus?!"( Alles unterworfene Reiche!) ,, Ich habe es mit meiner Hände Kraft ausgerichtet und durch meine Weisheit, denn ich bin klug; ich habe die Länder verteilt und ihr Einkommen geraubt und als ein Mächtiger die Ein­wohner zu Boden geworfen, und meine Hand hat gefunden die Völker wie ein Vogelnest, so daß ich habe alle Lande zusammengerafft, wie man Eier aushebt, die verlassen sind, da keines eine Feder regt oder den Schnabel aufsperrt oder piepst." So betrachtete Assur sein Werk als vollbracht und verging, und alle menschliche Herrlichkeit geht den Weg des Staubes mit ihm.

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,, Es ist vollbracht!" Das Werk ist vollendet, zum Ziel geführt. Sterbend spricht es der Gottessohn aus. Er tut das ohne Stolz, er kennt nicht Anmaßung. Denn seine Speise ist, des Vaters Willen zu tun. Er ist nicht Sein eigener Herr, obwohl der Herr aller Herren. Es ist ihm ge­nug, gehorsam zu sein. Darum hat Ihn auch Gott er­höht und hat Ihm einen Namen gegeben, der über allen Namen ist."

Der nicht sein eigenes Werk vollbrachte, indem Er in demütigem Gehorsam nur Seine Aufgabe zum Ziel führte, dem Christus Gottes, wird es vom Vater geschenkt, daß Er das einzig bleibende Werk vollbringt, das zugleich das größte aller Werke ist.

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