Schrift
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Bruder, und„mußte allerdinge seinen Brüdern gleich wer- den, auf daß er barmherzig würde und ein treuer Hoher- priester vor Gott , zu versöhnen die Sünden des Volkes“; „auf daß er Mitleiden haben könnte mit unseren Schwach- heiten, ist er versucht allenthalben gleich wie wir, doch ohne Sünde“; auf daß er„der Herzog unserer Seligkeit‘“ würde, hat Gott ihn durch Leiden vollkommen gemacht.
So ging als unser Bruder, der unser Heiland wurde, Christus den Weg, der auch unsere Füße müde macht, mühte sich mit der Arbeit, die auch unsere Hände schmutzig und schwielig und blutig werden läßt, litt unsern Hunger und unseren Durst, unsere Müdigkeit und Erschöpfung, trug sich mit der Sorge und Not, Enttäuschung und Angst, die auch unser Herz unruhig und wund macht, mit dem Schmerz und der Traurigkeit, die auch unsere Augen übergehen läßt, mit der Qual, die auch unseren Leib sich aufbäumen und unsern Mund schreien läßt, mit der letzten Not, die auch unsern letzten Seufzer entschwinden macht. In diejenige letzte Tiefe ist Christus für uns hinabgestiegen, wo alle menschliche Größe und Herrlichkeit und Großartigkeit längst zu Ende und vergangen ist, wo kein großes, feines Wort, kein schöner, seliger Klang mehr gehört, kein großer, herrlicher Gedanke, auch kein„religiöser Gedanke“, mehr vernommen, aufge- nommen, angenommen wird, wo der Mensch nichts, gar nichts anderes mehr ist als der Mensch einfach in seiner Not, der getretene Wurm, die in der Qual sich windende Kreatur, die nichts anderes mehr weiß als dies:„Mich dürstet“,— in diese letzte Menschentiefe ist Christus für uns und mit uns hinabgestiegen, auf daß er unser Heiland würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott .
Ja, nun kann er unser Heiland sein; nun ist ihm nichts, gar nichts Menschliches fremd. Nun wissen wir, daß wir uns
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