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Das aufgebrochene Tor : Predigten und Andachten gefangener Pfarrer im Konzentrationslager Dachau / Vorwort und Herausgeber: Martin Niemöller
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ihres Sinnes, deren Verstand verfinstert ist, und die entfrem­det sind von dem Leben, das aus Gott ist, durch die Un­wissenheit, so in ihnen ist, durch die Blindheit ihres Herzens, welche ruchlos( abgestumpft, verzweifelt) sind und ergeben sich der Unzucht und treiben allerlei Unreinigkeit samt dem Geiz( Eph. 4, 17-19).- Oder verfallen der ersten Idee, wäre sie auch noch so unvernünftig- in eigenem Sinne des Wortes wenn sie nur mit genug Eifer und Fanatismus vorgetragen wird. Oder dann resignieren sie, geben sich noch im Leben dem Tode preis.

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Todesfurcht, Lebenserhaltungstrieb, Sehnsucht nach dem wirklichen Leben; Unruhe, Spannung, Nervosität, Hast; Neid, Feindschaft, Haß. Keine Zeit und Augen für den Nächsten, Flucht vor sich selbst, Flucht vor Gott . Ver­zweiflung. Ein jeder auf seinen eigenen verlassenen Wegen. Kein Frieden mit Gott, kein Frieden in der Welt. Das ganze Leben, auch das Leben der Völker untereinan­der, vergiftet.

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Es muß aber nicht so sein, es soll nicht so sein. Es ist doch alles geschehen, damit es auch anders sein könnte. Wir sind gerecht geworden durch den Glauben, und durch Jesus Christus haben wir Frieden mit Gott, durch ihn haben wir auch Zugang im Glauben zu dieser Gnade. Was heißt aber dieser Glaube? Er heißt sich sagen las­sen, wie unglücklich wir sind, abgestumpft, entfremdet von dem Leben, das aus Gott ist, blinden Herzens, der Eitelkeit ergeben. Denn wir wissen es von uns selber aus nicht.

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Und sich sagen lassen, daß wir dennoch gerecht sind vor Gott , daß wir Frieden mit ihm haben, und daß dies das

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Wichtigste ist. Daß uns aus lauter Gnade das gegeben ist, wonach wir uns sehnen, ohne uns dessen bewußt zu

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