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Das aufgebrochene Tor : Predigten und Andachten gefangener Pfarrer im Konzentrationslager Dachau / Vorwort und Herausgeber: Martin Niemöller
Entstehung
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Mittel, mit dem das getan werden kann und wird, ist das Wort Gottes. Wissen wir genug zu schätzen diese uner­meßliche Gabe, daß wir uns dem Einfluß des Wortes Got­

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tes aussetzen können? Von daher kommt der Glaube ( Röm. 10, 17), von daher kommt alles, was vor dem Herrn Wert hat. Das Wort Gottes in der Verkündigung in der Gemeinschaft, versiegelt durch die Sakramente, das Wort Gottes in Kraft des Heiligen Geistes.- Was hier von der Seite der Menschen getan werden kann, steht uns zur Verfügung nehmen wir es in freudiger Dankbarkeit an? Jeder möge sich hier diese Frage stellen und gewissen­haft beantworten.- Denn Gott ist zwar der Herr, und es ist in seiner Macht, die Menschen auch ohne sein Wort zum Heil zu bringen aber wir wissen davon nichts. Das Gesetz des Reiches Gottes bestätigt durch die ganze Geschichte des Volkes Gottes- ist: der Glaube kommt aus dem Hören, aus der Predigt.

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Alles andere, was wir erleben, wird nur im Lichte des Wortes Gottes, nur durch das Wort Gottes erklärt, zum Werkzeug in der Hand Gottes, womit er an uns arbeiten will. So besonders ist das Leiden das Messer in der Hand des ewigen Herrn des Weinberges, womit er die Reben reinigt, damit sie mehr Frucht bringen( Joh. 15, 2).. Sind wir bereit, auf die Stimme des Leidens, durch das er uns führt, zu horchen?

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Umgraben und düngen und dann noch eine Frist der Geduld, eine Jahresfrist. Aber was, wenn wir sie schon hinter uns haben? ,, Ich sage: so ihr nicht Buẞe tut, werdet ihr alle auch so umkommen". Haben wir schon die not­

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wendige Frucht der Buße gebracht? Denn das ist die zen­trale Frage, die wir aus diesem Text heute und unter die­sen Umständen hören sollen und müssen.

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Kommen wir

Jesus