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Das aufgebrochene Tor : Predigten und Andachten gefangener Pfarrer im Konzentrationslager Dachau / Vorwort und Herausgeber: Martin Niemöller
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Nein, wir fragen uns nicht nach der Schuld derer, die hier so massenhaft sterben. Wie könnten wir es über­haupt?! Aber so, wie der Tod durch das Lager schreitet, bekommen die Worte dieser Schriftstelle mit ihrer Auffor­derung zur Buße einen schrecklichen Ernst.

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vergeßt

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Aber die Drohung und Nähe des Todes allein bringt den Menschen nicht zur Buẞe; das ist das Wort Gottes in der Kraft des Heiligen Geistes, das solches tut, das not­wendig ist, um den Menschen zu dieser radikalen Änderung zu bringen. Und nun hören wir die Parabel aber nicht den Tod, der auf uns lauert und uns droht die Parabel von dem Feigenbaum, der keine Früchte brin­gen will. Im ersten Jahre keine, weder im zweiten noch im dritten. Wie groß ist die Geduld des Herrn des Weinberges! Aber auch sie hat ein Ende, wenn sie nicht lächerlich sein soll. Wir wollen uns nicht darauf ver­lassen, daß unser Fall ein anderer ist, da wir hier doch unserer Überzeugung wegen sind und der Herr darauf Rücksicht nehmen wird. Denn auch die, deren Blut Pila­tus mit dem Opfer vermischte, waren Opfer ihrer Über­So einfach ist es nicht. Der Tod ist immer zeugung. auch ein Bote Gottes, und die Botschaft, die er uns ver­mitteln soll, ist immer- neben anderem auch diese: Macht euch bereit, tut Buße! Drei Jahre dauerte die Geduld, aber dann war Schluß. Und doch nicht: das Unmögliche, das, was wir kein Recht hatten zu erwarten, ist geschehen und noch eine Frist der Geduld folgt. Wer könnte das erwarten, ohne den Herrn des Weinberges zum Gespött zu machen?! Aber es ist so: noch eine Frist, und in der soll um den Feigenbaum noch einmal gegraben und gedüngt werden.

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Umgraben und düngen.

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Das erste Werkzeug und

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