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Dachau : Erlebnisse im Konzentrationslager / von Konrad Wüest Edler von Vellberg
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Der ehemalige Waldarbeiter, Hauptscharführer Trenkle, hatte irgendwo das ihm bisher unbekannte Wort Diät ge­hört. Er wurde jetzt ungemein vornehm, war nur auf Diät eingestellt. Türkischer Reis auf süß zubereitet war seine Lieblingsspeise geworden. Vellberg durfte servieren!

Ganz anders war der Geschmack des Hauptscharführers Bach. Gesteigerten Wert legte er auf Hühnerklein, um mit graziös gehaltenen Fingern gebildet zu tun. Es waren die­selben Finger, die später zur Faust geballt den Opfern ins Gesicht fuhren oder über sie die Peitsche schwangen, wenn er seine berüchtigten Verhöre gründlich durchführte. Vell­berg durfte servieren! Diese traurigen Gesellen stahlen zu­sammen, was immer sie fanden. Wehe aber dem Häftling, bei dem abends am Tor beim Filzen ein organisiertes Brot gefunden wurde! Er hatte es hungernden. Kameraden aus Nächstenliebe mitbringen wollen, denn hätte er es für sich behalten wollen, hätte er es gut und gerne draußen verzeh­ren können. Viehisch wurde dieser Häftling zusammen­geprügelt und mußte anschließend Strafen verschiedener Art über sich ergehen lassen- bis in die tiefe Nacht hin­ein!

Es bedarf keines besonderen Hinweises, daß die Frauen dieser Bestien sich voll und ganz in die Auffassung ihrer Männer hineingelebt hatten. Sie stellten an die ihnen zur Arbeit zugewiesenen Häftlinge alle möglichen und unmög­lichen Anforderungen. Die Frau des Lagerführers Redwitz bekam in jeder Woche zweimal einen Handwagen voll Gar­tenerzeugnisse. Vellberg mußte ihn mit einem anderen Ka­meraden hinschleppen und alles in den Keller tragen. Als

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