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Dachau : Erlebnisse im Konzentrationslager / von Konrad Wüest Edler von Vellberg
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hosen und Wäsche waren mit einem Mal in rauhen Mengen vorhanden. Aus den ergatterten Stoffen ließen sich diese bescheidenen Menschen Zivilanzüge herstellen. Hauptschar- führer Trenkle brauchte sogar mehrere grüne Sportanzüge. Für seineneue Frau mußte selbstverständlich ein Sport- kostüm abfallen.

Übertraf bei diesen Diebstählen einer den anderen, so war Hauptscharführer Wagner von der Wäscherei Matador bei der Fledderei an toten Juden. Diese hinterließen ja meist nur bessere Hemden und gute Wäsche. Auf diese Weise organisierte Wagner ein ganzes Lager für sich. Das gleiche galt für die Anzüge, die ebenfalls meist aus sehr guten, teu- ren Stoffen hergestellt waren. Die Anzüge, die die Juden trugen, wenn sie umgelegt wurden, hatten ein oder zwei Löcher durch die Kugel. Solche wurden großzügigerweise der Häftlingskammer übergeben für die Zebraisten, die im Lager arbeiteten. Diese konnten also die beschädigten An- züge auftragen, während die diversen, anderen Anzüge der Juden in den Besitz des Wagner und seiner Kumpane über- gingen. Stolz wurden diese Sachen von 44-Führern und Unterführern am Sonntag getragen!

Bei der Verpflegung sah es selbstverständlich genau so aus. Neben der normalen, guten Verpflegung, die die 4 bekam, wurde alles mögliche nebenbei organisiert. So hatte Hauptsturmführer Redwitz das Glück, in jeder Woche drei- mal Karpfen zu bekommen. Selbstverständlich lud er sich stets einige Herren zu Tisch. An der notwendigen, schmack- haften Buttersauce fehlte es auch nicht. Vellberg mußte

servieren!

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