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Dachau : Erlebnisse im Konzentrationslager / von Konrad Wüest Edler von Vellberg
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etwa ein Kilometer weit. Die jüngeren Häftlinge sprangen natürlich, so schnell sie konnten, um sich einigermaßen warm zu halten. Wie aber schleppten sich die Alten, Ge­brechlichen, Lahmen und Kranken barfuß dahin! Gern half einer dem anderen, oder die Krücke tat ihre Dienste. Zum Teil trugen die einen die anderen auf dem Rücken zur Brause. Leider konnten die Häftlinge, selbst entkräftet, das Gewicht ihrer abgemagerten Kameraden auf diese Ent­fernung nicht aushalten. So brauchten die Bedauernswerten viel Zeit, um den Kilometer hinter sich zu bringen. Mit halberfrorenen Gliedern und völlig erschöpft kamen sie schließlich im Bad an. Das heiße Wasser wirkte auf die Er­frierungen furchtbar. Duschzeit zehn Minuten! Mit nackten Sohlen ging der Leidensweg nach dem heißen Bad zurück in die Baracke. Wer hegt Zweifel an den furchtbaren Folgen dieser Mißhandlung? Offene Füße und hohes Fieber waren bei vielen die Folgen. Viele Häftlinge hatten statt normaler Beine trotz vollständiger Abmagerung des Körpers unför­mige Klumpen. Das Wasser war in den Beinen bis weit über die Kniee. Drückte man den Daumen darauf, blieben starke Vertiefungen zurück.

Es ist an anderer Stelle schon darauf hingewiesen worden, daß die Holzschuhe drückten und jeden Tag neue Haut­abschürfungen verursachten. Wie alle Wunden heilten auch diese selten zu, zumal es an Verbandzeug fehlte. Im Revier gab es nur Papierstoff, der stets abriß. Auf diese Art konn­ten Infektionen kaum verhütet werden. So ging allein daran eine große Anzahl Zebraisten jämmerlich zugrunde.

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