ließ Kraft entstehen um das Schwere zu überwinden, denn die Liebe zum Leben wurde durch das Erleben in vielen besonders gestärkt.
In diesem Zusammenhang folgt die einzige Originalaufzeichnung Vellbergs aus dem Konzentrationslager Dachau vom 21. September 1942, die er unter dem Titel ,, Auf dem Appellplatz" neben manchen anderen geschrieben hat. Sie ist ein Zeichen dafür, daß alle Grausamkeiten dieser Hölle das klare Innere der Häftlinge nicht beeinflussen konnten.
,, Es war die Zeit zum Zählappell. Die Sonne wollte untergehen. Den ganzen Tag über hatte sie brennend auf den Steinplatten des großen Lagerplatzes gelegen. Nun berührten ihre letzten Strahlen die schweren Gewitterwolken, die vom Osten herüberzogen. Wir alle standen zum Abzählen in üblichen Zehnerreihen da. Jeder Einzelne von uns vielen tausenden Schutzhäftlingen hoffte, vor Beginn des Regens in die Baracke zu kommen. Eine dunkle, geballte Wolke stand mit ihrem Rand über unserm Platz. Langsam bewegte sie sich darüber hinweg, der Sonne zu, die uns in den Rücken schien. Schon fielen einzelne Tropfen auf uns herab, da riẞ ein Windstoß das Gewölk vor uns noch einmal auf. Nur mehr ein feines Geriesel, gleich dem Staubwasser eines hohen Wasserfalles näßte unsere gebräunten Gesichter. Fast plötzlich wuchs aus dem Wolkenloch ein vielfarbener Regenbogen heraus, unter ihm gleich ein zweiter. Es sah aus, als wäre es das Eingangstor zu den himmlischen Gärten. So schön weich war das alles in seiner Tönung.
Der erste Regenbogen hatte sich vergrößert und stieg vor unseren Augen von einem Horizont des Himmelsgewöl
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