bracht werden, denn der Verfasser sieht es nicht als seine Aufgabe an, mit den Geistlichen zu rechten.
Die katholischen Häftlinge glaubten ihre Seelennot, ihrem Glauben entsprechend durch eine gründliche Beichte zu erleichtern und auch Kraft daraus zu schöpfen. Diesen Umstand nutzte zum Beispiel ein katholischer Geistlicher, der ebenfalls als Häftling im Lager war, in skrupelloser Weise aus. Es war, das soll nicht unerwähnt bleiben, streng verboten, kirchliche Riten durchzuführen. Für das Risiko entdeckt zu werden nahm nun dieser brave Gottesmann jedem Beichtling die Beichte für einen Laib Brot ab. Das bedeutete in dem Konzentrationslager Dachau nahezu eine ganze Wochenration. Der Häftling war seiner Meinung nach zwar seine Sünden los, dafür war er durch die vorbildliche, christliche Nächstenliebe seines Beichtvaters auch die Verpflegung für eine Woche los und hatte runde acht Tage mehr Hunger als vorher. Von alten Lagerhasen wurde natürlich dieses Vorbild an Selbstlosigkeit ins Jenseits befördert, ohne daß der Fall dem Kommandanten gemeldet wurde. Derartige Angelegenheiten wurden unter den Zebraisten meist selbst erledigt. Die These:„ Wer Brot stiehlt, begeht Mord am Kameraden" war unumstößlich. Das war nur zu verständlich, denn bei den ungewöhnlich knappen Rationen mußte Diebstahl an Nahrungsmitteln als Mord am Kameraden angesehen werden und auf Mord stand Totschlag. Nur auf diese Weise konnte, wenn auch äußerst streng und grausam, unter den vielen, durch Hunger willensschwach gewordenen Menschen einigermaBen Disziplin gehalten werden. So stahl mancher nur
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